Kopf der Woche: Rebecca Beer

Vergangenen Donnerstag wurde Dr. Rebecca Beer in Wien für ihre Dissertation zum Thema "Photoemissionen an hochkorrelierten Systemen" mit dem VERENA-Förderpreis (Verbund Renewable Energy Award) ausgezeichnet. Diese Anerkennung wird für herausragende Forschungsarbeiten mit einem möglichst hohen Praxisbezug für die gesteigerte Nutzung erneuerbarer Energien verliehen.
Mag. Dr. Rebecca Beer
Bild: Mag. Dr. Rebecca Beer

Rebecca Beer erstellte ihre herausragende Dissertation, die unter anderem in der renommierten internationalen Fachzeitschrift "Physical Review Letters" publiziert wurde, als Mitglied der Arbeitsgruppe von Prof. Erminald Bertel am Institut für Physikalische Chemie der Universität Innsbruck. Sie untersuchte mit Ultraviolett-Photoemission so genannte stark korrelierte Systeme, also Materialien, in denen die Elektronen ihre Bewegungen aufeinander abstimmen. In diesen Systemen lassen sich die Materialeigenschaften durch geringfügige Eingriffe dramatisch verändern.

Anwendung verspricht deutliche Energieersparnis

Die ausgezeichnete Doktorarbeit befasste sich mit dem Verhalten von Elektronen an speziell präparierten Platinoberflächen. Rebecca Beer gelang der Nachweis, dass sich die Elektronen in diesem Modellsystem ähnlich wie in Hochtemperatur-Supraleitern korreliert bewegen. Während jedoch die Supraleiter wegen ihrer komplexen Struktur nur schwer zu analysieren und daher erst teilweise verstanden sind, kann in dem von Rebecca Beer präparierten einfacheren System die "Choreographie" der Elektronen wesentlich leichter untersucht werden. Dies ist ein wesentlicher Beitrag zum besseren Verständnis von Hochtemperatur-Supraleitern, das die Grundlage für die technische Anwendung bildet. Eine solche technische Anwendung von verlustfrei leitenden Materialien würde deutliche Energieeinsparungen erzielen.