Tag der offenen Tür am neuen Universitätsstandort in Mondsee

Großes Interesse herrschte am Samstag, 18. Oktober 2014, dem Tag der offenen Tür des Forschungsinstituts für Limnologie der Universität Innsbruck in Mondsee. Etwa 300 Besucher und Besucherinnen besuchten, trotz strahlend schönem Wanderwetter, die Forschungsstationen des Instituts, an denen über die aktuelle Arbeit der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen und der Situation an den Seen informiert wurde. Was ist Limnologie? Wie viele Bakterien leben in einem Liter Seewasser? Das waren nur zwei der insgesamt sechs Fragen zum Gewinnspiel am Tag der offenen Tür. Hinweise an jeder Station halfen Kindern und Jugendlichen, sich mit den Fragestellungen auseinanderzusetzen und die richtigen Antworten zu finden. Zu gewinnen gab es lehrreiche Experimentierspiele und ein Buch zum Thema Wasser. In Vorträgen, an einer Freilandstation und in Filmen konnten sich die Gäste über die Situation der invasiven Arten, des Klimawandels und der Evolution in den Seen ein Bild machen. Die Forschungsstationen gaben Auskunft zur Sonartechnik mit der Fischpopulationen gemessen werden und zeigten anhand Lebendproben welche Mikroorganismen in unseren Seen leben. An der Station Algenfrühwarnsystem erfuhren die Besucher und Besucherinnen wie man Algen bereits frühzeitig erkennen und bestimmen kann. Algengifte und Pigmente wurden an einer Laborstation gemeinsam bestimmt. An einer weiteren Station stellten Kinder und Jugendliche aller Altersstufen selbst Limnobuttons her und erfuhren in Hands-on-Spielen mehr über sogenannte Neobiota, d.s. eingeschleppte und eingewanderte Tier- und Pflanzenarten, in unseren Gewässern. Diese Thematik wurde in einer zusätzlichen Forschungsstation noch vertieft. Die Gäste hatten außerdem die Gelegenheit, die Infrastruktur des neu adaptierten und modern ausgestatteten Universitätsstandorts zu besichtigen. Die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des Forschungsinstituts können jetzt - mit soeben bewilligten Forschungsprojekten und neuen Lehrveranstaltungen - nach der langen Umbauphase wieder voll durchstarten. (Text: Sabine Wanzenböck)