Dolmetschen und übersetzen auf den Spuren von Tagore

Im März 2014 fragte Mag. Alejandro Boucabeille vom Kulturverein ACHT beim Institut für Translationswissenschaft (INTRAWI) an, ob man für die im Mai 2014 von Paris nach Innsbruck reisende Wanderausstellung „Auf den Spuren von Tagore“ DolmetscherInnen für die Sprachkombination Französisch/Deutsch stellen könne? Und ob man vielleicht auch die Texte zur unter der Schirmherrschaft der UNESCO stehenden und zweisprachig konzipierten Ausstellung übersetzen wolle? Natürlich ist es schwierig, solch einer translatorischen Herausforderung zu widerstehen, und außerdem konnte mit dem Frankreich-Schwerpunkt der Universität Innsbruck ein bewährter Projektpartner gewonnen werden. So eröffneten die insgesamt 26 Studierenden der Lehrveranstaltungen Übersetzen II und III unter der Leitung von Mag. Martina Mayer das Projekt: Ca. 50 Seiten Ausstellungstexte sollten aus dem Französischen ins Deutsche übersetzt werden – eine große Aufgabe, die den JungübersetzerInnen v.a. intensive Recherche und eine effiziente interne Kommunikation abverlangte. Martina Mayer begab sich außerdem in Paris auf Spurensuche und lernte dort den Kurator der Ausstellung, Azarie Aroulandom (Verein Tagore Sangam), kennen: Er stand den Studierenden im Weiteren mit wertvollen Hintergrundinformationen zu Tagores Leben, seinem Werk und den Exponaten zur Seite. Parallel dazu bereiteten sich vier Dolmetschstudierende des INTRAWI unter der Leitung von Mag. Christine Hetzenauer bereits auf ihre Einsätze im Rahmen der Ausstellung vor: Nicht nur bei der Vernissage, sondern auch bei weiteren Veranstaltungen wie einer Podiumsdiskussion oder einer Filmvorführung mit anschließender Fragerunde stellten die Dolmetscherinnen die im Studium erworbenen Fähigkeiten unter Beweis und repräsentierten das INTRAWI und die Universität Innsbruck aufs Beste: Sowohl simultan als auch konsekutiv stellten sie hochprofessionell eine fließende Kommunikation zwischen dem mit Unterstützung des Frankreich-Schwerpunkts angereisten Azarie Aroulandom und seinen deutschsprachigen GesprächspartnerInnen bzw. dem interessierten Innsbrucker Publikum sicher. (Text: Martina Mayer, Institut für Translationswissenschaft)

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