Archiv " 340 Jahre Universität Innsbruck"

Anlässlich des 340. Jubiläums der Gründung der Universität Innsbruck werden Ausschnitte der Geschichte der Innsbrucker Alma Mater präsentiert.

Vorwort Vizerektor Wolfgang Meixner

Im letzten Jahr hat die Universität Innsbruck ihrer in der NS-Zeit vertriebenen Angehörigen gedacht. Die über 30 Porträts sind auf große Resonanz gestoßen. Das Rektorat hat sich nicht zuletzt deshalb dazu entschlossen, auch im heurigen Jahr wieder einen Blick in die Universitätsgeschichte anzubieten … mehr »

 

27. Jänner 1826 – Wiedererrichtung der Universität Innsbruck

27. Jänner 1826 – Wiedererrichtung der Universität InnsbruckKaiser Franz I. von Österreich genehmigte am 27. Jänner 1826 die Restauration der Universität Innsbruck mit zwei Fakultäten: „Ich bewillige, daß das Lyzeum zu Innsbruck zur Universität erhoben werde, mit der Befugniß, Doktoren der Philosophie und der Rechtsgelehrtheit zu kreiren, ohne daß jedoch die Profeßoren dieser Universität berechtiget seyn sollen, aus diesem Titel eine Erhöhung der Gehalte anzusprechen. Sollte eine solche Erhöhung jemals räthlich, und nothwendig scheinen, so kann auf dieselbe nur dann angetragen werden, wenn sie ausführbar ist, ohne daß hierzu der Staatsschatz direkte, oder indirekte in Anspruch genommen … mehr »

 

Fachbereich Physik an der Universität Innsbruck

Fachbereich Physik an der Universität Innsbruck

Im vorigen Jahr wurde an der Universität Innsbruck in wissenschaftlichen Symposien an 50 Jahre „Plasmaphysik Innsbruck“ - 1958 mit der Berufung von Ferdinand Cap begründet - und an 40 Jahre „Atom-/Ionenphysik“ - Ende der 1960er Jahre mit der Berufung von Max Pahl begründet - erinnert. Beide Ereignisse wurden in Bänden, die im universitätseigenen Verlag „IUP“ erschienen sind, dokumentiert:a) A. Bacher und T.D. Märk: 40 Jahre Institut für Ionenphysik und ‚Angewandte Physik, Innsbruck 2008. b) Alexander Kendl (Hg.): 50 Jahre Plasmaphysik und Fusionsforschung an der Universität Innsbruck, Innsbruck 2008 … mehr »

 

Medizinische Chemie in Innsbruck (1910-1918): Drei Nobelpreisträger

Medizinische Chemie in Innsbruck (1910-1918): Drei NobelpreisträgerDer Grazer Privatdozent Fritz Pregl (1869-1930) nahm in den Wochen vor seiner Innsbruck-Berufung 1910 die Arbeiten zur Reduktion der für die chemische Elementaranalyse erforderlichen Substanzmengen (chemische Mikroanalyse) auf. Im Frühjahr 1911 schreibt Pregl nach Graz: „Im verflossenen Monate waren es die Schwächen meiner Methode der Mikroelementaranalyse, die meine ganze Zeit und Persönlichkeit absorbierten.“ Ende 1911 erschien Pregls gemeinsam mit seinem Grazer Kollegen Hans Buchtala veröffentlichter mikroanalytischer Forschungsbericht „Erfahrungen über die Isolierung der spezifischen Gallensäuren“ … mehr »

 

Innsbrucker Germanistik 150 Jahre

Innsbrucker Germanistik 150 JahreIm Frühjahr 1859 wurde Ignaz Zingerle (1825-1892) zum ersten Professor für deutsche Sprache und Literatur an der Universität Innsbruck ernannt. Es begann gleich im Konflikt: Der liberale Schriftsteller und Naturforscher Adolf Pichler, der sich gleichfalls Hoffnungen auf diese Lehrkanzel gemacht hatte, sah darin eine politische Schieberei zugunsten seines Konkurrenten. Pichler erhielt dann 1867 das Ordinariat für Mineralogie und Geognosie. Ignaz Zingerle ist heute noch als Herausgeber der „Sagen aus Tirol“ und der mit seinem Bruder Joseph veröffentlichten „Kinder- und Hausmärchen [aus Süddeutschland]“ bekannt … mehr »

 

„Vormärzjuristen“ – Naturrechtsstudium an der Universität Innsbruck 1826-1848

„Vormärzjuristen“ – Naturrechtsstudium an der Universität Innsbruck 1826-1848Mit der Neuerrichtung der Universität Innsbruck 1826, also mit der Anhebung vom Lyzeum zur Universität, konnten wieder Doktoren der Rechte promoviert werden. Am 15. Mai 1827 wurde mit Franz Xaver Walter aus Telfes im Landgericht Sterzing der erste Doktor der Rechte nach siebzehnjähriger Pause graduiert. In den gut zwei Jahrzehnten bis zur Revolution von 1848 und der Umstellung des rechtswissen-schaftlichen Studienplans im Zeichen der historischen Rechtsschule unter Minister Leo Graf Thun-Hohenstein folgten insgesamt 105 juristische Promotionen. Die letzte Promotion vor Revolutionsausbruch galt am 26. Februar 1848 Lorenz von Voltelini … mehr »

 

140 Jahre Archäologisches Museum der Universität Innsbruck 1869-2009

140 Jahre Archäologisches Museum der Universität Innsbruck 1869-2009Im Jahre 1869 wurde die archäologische Sammlung der Universität Innsbruck gegründet und feiert somit 2009 das 140-jährige Jubiläum ihres Bestehens. Bis zur Gründung einer eigenen Lehrkanzel für klassische Archäologie in Innsbruck, 1889, hatte der Ordinarius für Philosophie und Ästhetik, Tobias Wildauer (1825-1898), auch archäologische Themen in seinem Vorlesungszyklus über Ästhetik und später der Kunsthistoriker Hans Semper (1845-1920) aus dem Blickwinkel seiner Disziplin behandelt. Von Seiten der Altphilologie nahm sich speziell August Wilmanns (1833-1917) in den Jahren 1871-1873 der Altertumskunde und Archäologie an … mehr »

 

„1848er“-Studenten in Innsbruck – Aloys Oberrauch

„1848er“-Studenten in Innsbruck – Aloys OberrauchNach 1848 war die Innsbrucker Universität als „Verbannungsstelle“ für radikal republikanisch revolutionäre Studenten, die an ihren ursprünglichen Hochschulen nicht mehr geduldet wurden, in Aussicht genommen worden. Der durch die habsburgischen Länder getriebene Sarntheiner Schlossermeistersohn und Wiener Rechtsstudent Aloys Oberrauch, der an den Barrikaden des Wiener Oktoberaufstandes 1848 gekämpft hatte, schien der habsburgischen Reaktion nach zweijähriger Verfolgung aber immerhin so isoliert, dass man ihn wieder zum Studium zulassen könnte. Im Oktober 1850 schrieb die Tiroler Statthalterei an den Akademischen Senat … mehr »

 

Strittige Autonomie, knappe Finanzen – die ersten „Universitätsgesetze“

Strittige Autonomie, knappe Finanzen – die ersten „Universitätsgesetze“Nachdem die Universität Innsbruck im Wintersemester 1669/70 begonnen hatte, ihren Lehrbetrieb aufzunehmen, und ab 1674/75 in allen vier Fakultäten Vorlesungen gehalten wurden, fehlten immer noch die kaiserliche und die päpstliche Bestätigung, die beide 1677 ausgestellt wurden. Und es fehlte die Festlegung der speziellen Rechte („Freiheiten“) und der inneren Organisation der Universität, wozu es kaiserlicher Privilegien und Statuten bedurfte. 1671 hatte der Kaiser der Universität die vorläufige Jurisdiktion über ihre Mitglieder zugesprochen, zwei Jahre später wurde die Universität aufgefordert mitzuteilen, welche weiteren Rechte nötig seien … mehr »

 

„Bauernforscher“ Hermann Wopfner

„Bauernforscher“ Hermann WopfnerHermann Wopfner wurde als Sohn einer gutbürgerlichen Kaufmannsfamilie mit weit zurückreichenden Wurzeln im Tiroler Bauerntum (Hof Wopfenstatt am Wattenberg) am 21. Mai 1876 in Innsbruck geboren. Er studierte Geschichts- und Rechtswissenschaft und unterrichtete ab 1904 an der Universität Innsbruck Wirtschaftsgeschichte, nach 1909 zusätzlich Österreichische Geschichte. Im jungen Alter von nur 32 Jahren wurde Wopfner zum Universitätsprofessor für beide Fächer ernannt. In dieser Position bat er 1941 um seine vorzeitige Entlassung in den Ruhestand, den er mit der Arbeit am berühmten „Bergbauernbuch“ auf seinem Bauerngut in Natters verbrachte … mehr »

 

15. Oktober 1669 - Innsbrucker Universitätsgründung 1669-1677

15. Oktober 1669 - Innsbrucker Universitätsgründung 1669-1677Die Innsbrucker Regierungsstellen konnten Bedenken gegen eine Universität zu Innsbruck - damals eine Stadt mit ca. 5.000-6.000 EinwohnerInnen - wie das Argument der Konkurrenzierung der seit 1457 bestehenden vorderösterreichischen Universität Freiburg oder den Hinweis auf die mögliche Überproduktion von Juristen und Geistlichen, zerstreuen. Kommerzielle Überlegungen motivierten die Errichtung der Universität Innsbruck mit. In einem Gutachten der oberösterreichischen Regierung heißt es 1669: „Die Aufrichtung einer Universität, weswegen von der Landschaft öfters konsultirt und Anregung geschehen, ist ein Gemeinnützliches … mehr »

 

Universitätsaufhebung 1782/Universitätswiedergründung 1792/Universitätsaufhebung 1810

Universitätsaufhebung 1782/Universitätswiedergründung 1792/Universitätsaufhebung 1810Wirkend mit Beginn des Studienjahres 1782/83 wurde die 1669 gegründete und 1677 bestätigte Universität Innsbruck nach 113 Jahren zu einem Lyzeum herabgestuft. Am 14. September 1782 war folgendes Hofdekret an das Gubernium in Innsbruck ausgefertigt worden: „Seine k.k. Maiest(ät) haben die bisherige Universität in Innsbruck aufzuheben und zu resolviren geruhet, daß in Hinkunft nur ein Lycäum daselbst bestehen solle. In dieser Absicht haben allerhöchst dieselbe wegen der künftig an diesem Lycäo zu lehrenden höheren Wissenschaften folgende Einrichtung allergnädigst beangenehmet und maßgebig festgesetzet … mehr »

 

Egon Ritter von Schweidler [*1873 - †1948]: Vorstand des Physikalischen Institutes der Universität Innsbruck (1911 – 1926)

Egon Ritter von Schweidler [*1873 - †1948]: Vorstand des Physikalischen Institutes der Universität Innsbruck (1911 – 1926)Hans Benndorf, Prof. der Physik an der Universität Graz, charakterisierte in seinem Nachruf  den Forscher Schweidler folgendermaßen: „Schweidler gehört unter den österreichischen Physikern zu den Besten und hat sich durch seine Arbeiten ein Denkmal gesetzt, das verhindern wird, dass sein Name in der Geschichte der Physik verloren geht“, und der Lehrer Schweidler sagte über sich folgendes: „Wenn meine Hörer sich in meiner Vorlesung nur halb soviel langweilen, wie ich mich selbst, dann kann ich sie nur aufs allerhöchste bedauern“. Schweidler war der Typus eines allein schaffenden, zurück-gezogenen, stillen, manchmal reservierten, kritischen Forschers … mehr »

 

An der Universität Innsbruck lehrende Nobelpreisträger

An der Universität Innsbruck lehrende Nobelpreisträger Zum Abschluss der Serie 340 Jahre Univeristät Innsbruck präsentiert das Univeristätsarchiv die vier Nobelpreisträger, die an der Universität Innsbruck gelehrt haben. Der Grazer Privatdozent Fritz PREGL (1869-1930) nahm kurz vor seiner Berufung auf den Lehrstuhl der Medizinischen Chemie an der Medizinischen Fakultät der Universität Innsbruck im Herbst 1910 die Arbeiten zur Reduktion der für die chemische Elementaranalyse erforderlichen Substanzmengen (chemische Mikroanalyse) auf. Am 2. August 1910 schrieb PREGL seinem Grazer Lehrer Karl Berthold Hofmann: "Ihrem bewährten Rate folgend, besuchte ich Prof(essor) Emich und … mehr »