Ringvorlesungs-Dokumentation: „Der Erste Weltkrieg in internationaler und regionaler Perspektive. Der italienische Kriegseintritt und seine Folgen“

Im Mai 2015 jährt sich die Kriegserklärung Italiens an Österreich-Ungarn zum hundertsten Mal. Dieses Ereignis hat, wie der Ausbruch des Ersten Weltkriegs ein knappes Jahr davor, tiefe Spuren im europäischen Staatensystem und in den bilateralen Beziehungen hinterlassen und in seinen Folgen zu einer massiven Veränderung der mitteleuropäischen Landkarte geführt. Die im Sommersemester 2014 in einem ersten Durchgang gestartete Ringvorlesung (siehe unten) wird im Sommersemester 2015 mit einem Fokus auf den Krieg gegen Italien fortgesetzt. Studierende der Geschichte stellen im Rahmen dieser Ringvorlesung Nachberichte zusammen, die auf dieser Seite gesammelt und präsentiert werden. Organisiert wurde die Ringvorlesung von Gunda Barth-Scalmani und Hermann Kuprian.

 

25. März 2015: Laurence Cole: „Nationale Identität und politische Mobilisierung im Trentino und im Küstenland vor 1914“

Laurence ColeMit dem Vortrag „Nationale Identität und politische Mobilisierung im Trentino und im Küstenland vor 1914“ von Laurence Cole (Universität Salzburg) begann der zweite Teil der öffentlichen Vortragsreihe zum Thema „Der Erste Weltkrieg in internationaler und regionaler Perspektive. Der italienische Kriegseintritt und seine Folgen“. mehr »»

 


15. April 2015: Günther Kronenbitter: „Militärpolitik und Kriegführung gegen Italien: Die k.u.k. Armee an der Südwestfront“

Günther KronenbitterDer Augsburger Historiker Günther Kronenbitter, einer der besten Kenner der österreichisch-ungarischen Militärgeschichte, dekonstruierte im Rahmen der Ringvorlesung über den Ersten Weltkrieg das gängige Geschichtsbild über den Verlauf des Ersten Weltkrieges im südlichen Alpenraum. mehr »»


22. April 2015: Joachim Bürgschwentner: „‚Wir zielen brav wie anno neun‘: Mediale Feindbilder im Gebirgskrieg gegen Italien“

Joachim BürgschwentnerMit dem Beginn des Ersten Weltkrieges ist eine massive Bedeutungszunahme von Medien und deren intentionell gesteuerte Wirkung zu verzeichnen. Besonders die konstruierten Selbst- und Feindbilder Österreich-Ungarns waren für die Kriegswahrnehmung signifikant. Mag. Joachim Bürgschwentner erläuterte dabei die charakteristischen Merkmale medialer Feindbilder im Gebirgskrieg gegen Italien. mehr »»


6. Mai 2015: Matthias Egger: „Kriegsgefangene – Voennoplennye – Prigionieri di Guerra: Kriegsgefangenschaft 1914-1918 aus internationaler, österreichisch-ungarischer und Tiroler Perspektive“

Matthias EggerAls vierten Vortragenden in der Ringvorlesungs-Reihe zum Ersten Weltkrieg konnten Gunda Barth-Scalmani und Hermann Kuprian am 6. Mai Matthias Egger begrüßen. Er schilderte vor zahlreichem Publikum eindrücklich die Lebensumstände jener Soldaten, die im Verlauf des Ersten Weltkriegs in feindliche Gefangenschaft geraten sind. mehr »»


20. Mai 2015: Markus Wurzer: „Der Tiroler Kriegsheld Sepp Innerkofler. Fakten – Fiktion – Mythos“

Markus WurzerMit einer facettenreichen und äußerst kritischen Darstellung des als Kriegshelden stilisierten Standschützen Sepp Innerkoflers und der Rezeption seiner „Heldengeschichte“ zog Markus Wurzer zahlreiche Interessierte im Rahmen der Ringvorlesung zum Ersten Weltkrieg in seinen Bann. mehr »»


10. Juni 2015: Nicola Labanca, Werner Suppanz und Oswald Überegger: „Krieg in den Alpen: Österreich-Ungarn und Italien im Ersten Weltkrieg (1914-1918)“

Nicola Labanca, Werner Suppanz, Oswald ÜbereggerDie Ringvorlesungsreihe anlässlich des 100-jährigen Gedenkjahres des Ersten Weltkrieges lud am 10. Juni in den Claudiasaal in der Innsbrucker Altstadt. Zu Gast waren Werner Suppanz, Oswald Überegger und Nicola Labanca. Inhalt der Vorträge war die Vorstellung des Bands „Krieg in den Alpen. Österreich-Ungarn und Italien im Ersten Weltkrieg (1914-1918)“. mehr »»


17. Juni 2015: Nicole Melanie Goll: „Fighting a gentlemen’s war? Zur Konstruktion des Bildes des Luftkriegs und seiner Protagonisten an der Isonzofront“

Nicole Melanie GollDer Erste Weltkrieg als „Massenkrieg“ zog in mehrerlei Hinsicht starke Veränderungen in der Kriegführung, der Kriegstechnik aber auch der Auffassung von Krieg nach sich. Mit dem Luftraum entwickelte sich dabei ein neues Schlachtfeld, das – bald von allen kriegführenden Nationen genutzt – zu einem Gegenpol zum Massensterben in den Schützengräben am Boden hochstilisiert wurde. Hier schien ein „sauberer“, „ritterlicher“ Krieg zumindest in den offiziellen Darstellungen noch einmal möglich. mehr »»


24. Juni 2015: Andrea Di Michele: „Trient, Bozen und Innsbruck: die italienische Militärbesetzung Tirols (1918 – 1920)“

Andrea Di MicheleDie italienische Militärbesatzung Tirols von 1918 bis 1920 bildete den thematischen Schwerpunkt des Vortrages von Andrea Di Michele im Zuge der Ringvorlesung „Der Erste Weltkrieg in internationaler und regionaler Perspektive“ an der Universität Innsbruck. mehr »»

 

 

 

 

 

Sommersemester 2014: „Der Erste Weltkrieg in internationaler Perspektive. Österreich-Ungarn im Spannungsfeld von Entente und Mittelmächten“

Im Sommer 1914 jährt sich der Ausbruch des Ersten Weltkriegs zum einhundertsten Mal. Das Institut für Geschichtswissenschaft und Europäische Ethnologie der Universität Innsbruck lud zu diesem Anlass hochkarätige Experten zu Gastvorträgen nach Innsbruck ein, die den Ersten Weltkrieg aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchten. Studierende der Geschichte stellten im Rahmen dieser Ringvorlesung Nachberichte zusammen, die auf dieser Seite gesammelt und präsentiert werden. Organisiert wurde die Ringvorlesung von Gunda Barth-Scalmani und Hermann Kuprian.

 

27. März 2014: Manfried Rauchensteiner: „Ein folgenschwerer Doppelmord: Sarajevo 1914“

Manfried Rauchensteiner Mit einem Vortrag von Manfried Rauchensteiner begann die Ringvorlesung „Der Erste Weltkrieg in internationaler Perspektive. Österreich-Ungarn im Spannungsfeld von Entente und Mittelmächten“. Gunda Barth-Scalmani und Hermann Kuprian, die Organisatoren (Institut für Geschichtswissenschaften und Europäische Ethologie) konnten neben den Studierenden zahlreiche Interessierte begrüßen. mehr »»


8. Mai 2014: Igor Narskij: „Vergessener Krieg, unvergessliche Front? Der Erste Weltkrieg und seine Erinnerung in Russland“

Igor Narskij Mit dem Vortrag von Igor Narskij zum Thema „Vergessener Krieg, unvergessliche Front? Der Erste Weltkrieg und seine Erinnerung in Russland“ ging die Ringvorlesung „Der Erste Weltkrieg in internationaler Perspektive“ am 8. Mai 2014 in die nächste Runde. Auch diesmal durften Gunda Barth-Scalmani und Hermann Kuprian nicht nur Studierende unter den Zuhörern begrüßen. mehr »»


22. Mai 2014: Nicolas Beaupré: „Der ‚Große Krieg‘ aus französischer Sicht: Erinnerung und Forschung 1914-2014“

Nicolas Beaupré Mit dem Vortrag des französischen Historikers Nicolas Beaupré, derzeit „Maître de conférences“ für neuere Geschichte an der Universität Blaise Pascal (Clermont-Ferrand/Frankreich) zum Thema „Der ‚Große Krieg‘ aus französischer Sicht – Erinnerung und Forschung“, ging die Ringvorlesung „Der Erste Weltkrieg in internationaler Perspektive“ am 22. Mai 2014 in die dritte Runde. mehr »»


5. Juni 2014: Oswald Überegger: „Krieg als soziale Grenz- und Gewalterfahrung. Tirol und der Erste Weltkrieg“

Oswald Überegger Als vierten Vortragenden in der Reihe „Der Erste Weltkrieg aus internationaler Perspektive“ konnten Gunda Barth-Scalmani und Hermann Kuprian am 5. Juni 2014 Oswald Überegger begrüßen. Unter dem Titel „Krieg als soziale Grenz- und Gewalterfahrung“ referierte er vor zahlreichem Publikum über Tirol im Ersten Weltkrieg. mehr »»


12. Juni 2014: Daniel Segesser: „Weiji: Globale Dimension des Ersten Weltkrieges“

Oswald Überegger Am 12. Juni fand der letzte Vortrag der Ringvorlesung zum Thema „Der Erste Weltkrieg in internationaler Perspektive“ statt. Der Schweizer Historiker Dr. Daniel Marc Segesser referierte über die globalen Dimensionen dieses Kriegs und stellte den Vortrag unter das Motto „Weiji“, eine chinesische Wortzusammensetzung, die für Risiko/Gefahr „Wei“ und für Chance/Möglichkeit „Ji“ steht. mehr »»

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