Fakultät für Volkswirtschaft und Statistik

Als Zentrum für empirische und experimentelle Wirtschaftsforschung hat sich die Fakultät für Volkswirtschaft und Statistik über die Grenzen hinaus einen Namen gemacht. International kompetitive Forschung zu gesellschaftlich relevanten Themen stehen im Fokus der drei Forschungszentren der Fakultät.
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„Unsere Stärke lag immer schon in der empirischen und experimentellen Wirtschaftsforschung“, betont Dekanin Hannelore Weck-Hannemann zur Ausrichtung der Fakultät für Volkswirtschaft und Statistik, die vor zehn Jahren aus der Sozial- und Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät hervorgegangen ist. „Damit waren wir in Österreich einzigartig, und sind es noch immer“, sagt die Dekanin. Gebündelt sind diese Kompetenzen heute in der universitären Forschungsplattform für Empirische und Experimentelle Wirtschaftsforschung (eeecon). Diese Plattform wiederum beherbergt drei Forschungszentren, die zum einen methodische Schwerpunkte zusammenfassen - das Forschungszentrum Empirische Wirtschaftsforschung und Ökonometrie sowie das Forschungszentrum Experimentelle Ökonomik und angewandte Spieltheorie - und zum anderen thematische Fragestellungen in den Vordergrund stellen - das Forschungszentrum Umweltökonomik und regionale Entwicklung. „Alle drei Zentren bearbeiten von der theoretischen Basis ausgehend Themen an der Schnittstelle von Politik und Wirtschaft“, sagt Hannelore Weck-Hannemann. „Dabei werden nicht nur Märkte untersucht, sondern auch deren Versagen und Grenzen thematisiert.“ Dabei rückt auch das Verhalten der Akteure stärker in das Blickfeld. Die Vorstellung vom Homo oeconomicus, dem ausschließlich rational handelnden Menschen, wird mit Hilfe experimenteller Methoden hinterfragt und weiterentwickelt. Thematisch reicht der Bogen der Forschungsaktivitäten vom Wettbewerb und der Industrieökonomik, über internationale Wirtschaftsfragen bis zur Umwelt- und Regionalökonomik.

Nachwuchs hat großen Stellenwert

Die Forschungsplattform bündelt zahlreiche Aktivitäten, von wöchentlichen Seminaren der einzelnen Forschungszentren, über zweimal  im Jahr stattfindende, gemeinsame Forschungsworkshops und eine Working Paper Series, bis zur neu eingeführten eeecon-Lecture, die auch ein breiteres Publikum für volkswirtschaftliche Fragen interessieren möchte. Ganz wesentlich für die Forschung an der Fakultät sind auch die Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler, betont Dekanin Weck-Hannemann. „Sie sind wichtige Träger der Forschungsleistung an der Fakultät und erhalten von uns Unterstützung bei der Publikation von Forschungsergebnissen, dem Besuch von Tagungen und bei Forschungsaufenthalten im Ausland.“ Das Personal rekrutiert die Fakultät nicht nur bei Berufungen, sondern auch bei der Besetzung von Postdoc-Stellen international. „Umgekehrt sind auch unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Ausland sehr gefragt“, sagt Hannelore Weck-Hannemann. „Wir betrachten das als Ausweis für unsere Qualität.“ Diese Nachwuchspolitik wird offensiv betrieben, so dass auch Laufbahnstellen in erster Linie zur Bewerbung auf Professuren im In- und Ausland qualifizieren sollen. Als erfolgreich bestätigt wird diese Strategie durch das jährliche Handelsblatt-Ranking, das die Forschungsleistungen in der Volkswirtschaftslehre misst. Einzelne, vor allem junge Forscherinnen und Forscher belegen hier immer wieder Spitzenplätze, die Fakultät als Ganzes ist stets unter den 20 forschungsstärksten Fakultäten im deutschsprachigen Raum gelistet.

Von starker Forschung zu guter Lehre

Als forschungsbetonte Fakultät legt die Fakultät für Volkswirtschaft und Statistik auch großen Wert auf die forschungsgeleitete Lehre. Die Studienprogramme werden dabei zum großen Teil mit Partnern durchgeführt: das Bachelorprogramm in Verbindung mit dem Diplomstudium IWW mit der Fakultät für Betriebswirtschaft, das Studium für Sportmanagement in Verbindung mit dem Institut für Sportwissenschaft, und das PhD-Programm mit der Universität Linz. Mit Partnern innerhalb und außerhalb der Universität wird derzeit ein Bachelorprogramm für den Standort Landeck ausgearbeitet.