Fakultät für Politikwissenschaft und Soziologie

Die Fakultät für Politikwissenschaft und Soziologie versteht sich als das sozialwissenschaftliche Kompetenzzentrum der Universität Innsbruck. Diesem Anspruch versucht die Fakultät durch attraktive Lehr- und Studienangebote wie insbesondere international vernetzte Forschungsprojekte nachzukommen. In dieser Woche unterzieht sich die Fakultät einer internationalen Evaluierung.
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„Als vergleichsweise junge – erst 2004 gegründete – Fakultät ist uns in den vergangenen Jahren eine auch international anerkannte fachliche Profilierung gelungen“, sagt Dekan Fritz Plasser. „Im universitätsinternen Vergleich liegt die Fakultät für Politikwissenschaft und Soziologie, was den Forschungsoutput, die Anzahl und Dichte der Publikationen sowie die Höhe der eingeworbenen Drittmittel betrifft, im oberen Drittel.“ Das sei zum einen ein Erfolg des wissenschaftlichen Engagements der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, hänge aber auch mit der Konzentration der Forschungstätigkeiten auf spezifische Forschungsfragen und Forschungsthemen zusammen, sagt Dekan Plasser. So liegen die thematischen Stärken des Instituts für Politikwissenschaft in der Wahl- und Politischen Kommunikationsforschung, der Föderalismusforschung, der Beschäftigung mit politischem Leadership und Demokratietheorien, einem breiten Forschungsspektrum in der Sicherheitspolitik, einem Forschungsschwerpunkt Europäische Integration und der interdisziplinären Etablierung der Frauen- und Geschlechterforschung. Zu den Kernforschungsthemen des Instituts für Soziologie zählen die Soziologische Theorie und Methodologie, soziale Strukturanalysen und die kulturelle Soziologie und die kulturelle Analyse. Ein spezifischer und auch starker Forschungsbereich am Institut für Soziologie beschäftigt sich darüber hinaus mit dem alpinen Raum und insbesondere der Berglandwirtschaft.
Die Forschungsaktivitäten haben in den letzten Jahren durch die Einbindung des Forschungszentrums „Governance and Civil Society“ in die neu gegründete Forschungsplattform „Organizations and Society“ wertvolle Impulse erhalten. Und die interfakultäre Forschungsplattform „Geschlechterforschung: Identitäten – Diskurse – Transformationen“ hat in den letzten Jahren stark an Profil gewonnen.
In den vergangenen Jahren haben mehrere von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern durchgeführte Drittmittelprojekte die Möglichkeit eröffnet, ambitionierte Doktorandinnen und Doktoranden sowie Postdoktorandinnen und Postdoktoranden aktiv in die Forschungspraxis einzubinden und damit Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern Forschungs- und Qualifizierungsperspektiven zu bieten. Dazu zählt etwa das vom FWF geförderte Exzellenz-Projekt AUTNES (Österreichische Nationale Wahlstudie) an dem das Institut für Politikwissenschaft mit zwei von insgesamt vier Teilprojekten vertreten war, sowie die mit Mitteln der EU geförderten Projekte der Forschungsgruppe Alpiner Raum- und Berglandwirtschaft.

International sichtbar

„In den kommenden Jahren werden wir die Forschungsdichte und Präsenz durch eine Reihe anspruchsvoller Drittmittelprojekte weiter steigern“, ist Dekan Fritz Plasser überzeugt. „Steigern werden wir aber auch die Sichtbarkeit der Fakultät im nationalen und internationalen Forschungswettbewerb, wozu mehrere Tagungen und Konferenzen einen nennenswerten Beitrag leisten werden.“ So hat das Institut für Soziologie im Herbst des Vorjahrs mit der Dreiländer-Tagung der soziologischen Gesellschaften Deutschlands, der Schweiz und Österreichs einen viel beachteten und anspruchsvollen Großevent organisiert, der von mehr als 500 internationalen Fachleuten besucht wurde. Im September 2013 wird in Innsbruck die vom Institut für Politikwissenschaft organisierte Dreiländer-Tagung der politikwissenschaftlichen Gesellschaften Deutschlands, der Schweiz und Österreichs mit mehr als 400 Teilnehmenden stattfinden. Eine besondere Herausforderung für die Fakultät wird im Juli 2014 die Graduiertenkonferenz des European Consortium for Political Research (ECPR) sein, bei der mehr als 650 PhD-Studierende aus allen europäischen Ländern erwartet werden.

Durchgängiges Studienprogramm

„Wir sind sehr interessiert an internationalen Studierenden“, sagt Prof. Plasser. Die Fakultät bietet Bachelorstudien in Politikwissenschaft und Soziologie sowie Masterprogramme in Europäischer Politik und Gesellschaft sowie Soziale und politische Theorie an. Außerdem wird gemeinsam mit weiteren Fakultäten der Uni Innsbruck das Masterprogramm Gender, Culture and Social Change durchgeführt. Die beiden Fachrichtungen bieten jeweils auch Doktoratsstudien an. Insgesamt studieren derzeit rund 1.850 Personen an der Fakultät.

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