Fakultät für Geo- und Atmosphärenwissenschaften

Die Alpenstadt Innsbruck hat als Standort geo- und atmosphärenwissenschaftlicher Forschung und Lehre eine lange Tradition. Die Fakultät mit Schwerpunkten in der Klimaforschung, geogenen Stoffen, Geologie und Geographie genießt heute auch international einen sehr guten Ruf. In dieser Woche unterzieht sich die Fakultät einer internationalen Evaluierung.
geo-und-atmosphaerenwissenschaften

"Die Fakultät für Geo- und Atmosphärenwissenschaften befindet sich derzeit in einem Wandel", erzählt Dekan Martin Coy. "Zwar hat das Forschungsfeld in Innsbruck eine lange Tradition und genießt seit jeher einen guten Ruf. Die große Anzahl von Neuberufungen verändert aber auch das Profil der Fakultät." So ist die Kontinuität zwar gewahrt, aber auch die Entwicklung neuer Perspektiven gewährleistet. "Dies ist für das Profil der Fakultät sehr wichtig", sagt Dekan Coy. Mit ihren inhaltlichen Schwerpunkten verortet sich die Fakultät mitten in einer großen Fragestellung der Gegenwart, dem globalen Wandel und seinen Folgen für Mensch und Natur. Der Klimawandel, die steigende Nachfrage nach Ressourcen sowie die durch den Menschen veränderte Umwelt stellen die Geo- und Atmosphärenwissenschaften vor drängende Fragen. Die überregionale Bedeutung des Forschungsstandorts zeigt sich insbesondere in den Bereichen der Hochgebirgsforschung, der Alpinen Meteorologie, der Eis- und Gletscherforschung, der Alpinen Geologie, der Naturgefahrenforschung und der vergleichenden Regionalforschung. "Die Grundlagenwissenschaft bildet in allen diesen Bereich das Fundament der Forschung, aber auch angewandte Fragenstellungen werden vielfach bearbeitet", sagt Dekan Coy.

Alpenforschung und mehr

Zahlreiche Forschungsgruppen an der Fakultät sind in den universitären Forschungsschwerpunkt "Alpiner Raum - Mensch und Umwelt" eingebunden. "Die Forschung in, über und für die Alpen ist wesentlich für unsere Fakultät", sagt Prof. Martin Coy. Neben den stark vertretenen naturwissenschaftlichen Forschungsperspektiven bringt die Geographie auch human- und sozialwissenschaftliche Expertisen ein und erlaubt so den Blick auf gesellschaftliche Fragestellungen, insbesondere in Hinblick auf die Nachhaltigkeit von Entwicklungen. Dabei werden keineswegs nur regionale, auf die Alpen bezogene Entwicklungen beobachtet, sondern auch Untersuchungen auf anderen Kontinenten durchgeführt. "Der Grad der Internationalisierung ist inzwischen sehr hoch", betont Coy.

Stark vernetzt

Die mittelgroße Fakultät für Geo- und Atmosphärenwissenschaften besteht aus vier Instituten für Geographie, für Geologie und Paläontologie, für Meteorologie und Geophysik sowie für Mineralogie und Petrographie. Aktuell sind an der Fakultät über 130 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt, davon etwa 110 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Dabei werden deutlich mehr Stellen über Drittmittel finanziert als Planstellen vorhanden sind. An Studiengängen werden Bachelor-, Master und PhD-Studien in Atmosphärenwissenschaften, Erdwissenschaften und Geographie sowie das Lehramtsstudium für Geographie und Wirtschaftskunde angeboten. Die Zahl der Studierenden ist in den vergangenen Jahren stark gestiegen - insbesondere in den Studiengängen der Geographie - und liegt derzeit bei über 1.300 Personen. „In manchen Bereichen führt dieser starke Zulauf durchaus zu Überforderung der Lehrenden“, betont Dekan Coy. Er erklärt aber, dass die Umstellung der Studien auf das Bologna-System gut geklappt hat und die Masterstudien gut angenommen werden.

Die Fakultät für Geo- und Atmosphärenwissenschaften ist mit zahlreichen Einrichtungen sowohl auf nationaler als auch auf internationaler Ebene vernetzt. Besonders hervorzuheben sind das alpS – Centre for Climate Change Adaptation Technologies und das Institut für Gebirgsforschung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, die eng mit der Fakultät verknüpft sind. „Im Bereich der Geo- und Atmosphärenwissenschaften ist die Universität Innsbruck österreichweit eine der führenden Universitäten“, zieht Dekan Martin Coy eine positive Bilanz.

Nach oben scrollen