Internationales Jahr der Böden 2015

Böden sind die Grundlage für die landwirtschaftliche Entwicklung, erfüllen wichtige Ökosystemfunktionen und stellen einen wesentlichen Faktor für die globale Ernährungssicherheit dar. Um ihre Bedeutung für die Erhaltung des Lebens auf der Erde in den Mittelpunkt zu Rücken wurde das Jahr 2015 von den Vereinten Nationen zum Internationalen Jahr Böden erklärt. Auch an der Universität Innsbruck forschen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler unterschiedlicher Fachrichtungen zu Bodenthemen. Einen Ein- und Überblick soll dieses Dossier geben.

 

wissenswert: Kleinvieh braucht Mist

kleinvieh-braucht-mist Ein Forschungsteam rund um Michael Traugott vom Institut für Ökologie untersucht die Auswirkungen der landwirtschaftlichen Düngung auf die Artenzusammensetzung im Boden. Unterstützt werden die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler dabei von Schülerinnen und Schülern aus Innsbruck und Kematen. Ihre Arbeit wurde in der Februar-Ausgabe von wissenswert vorgestellt. mehr »»

 

 

 

wissenswert: Immergrüne Energie?

wind-400x306.jpgErneuerbare Energien gelten als klimafreundlich. Ihre Erzeugung ist jedoch mit Eingriffen in die Natur verbunden, die einer objektiven Abwägung bedürfen. Innsbrucker Geographen liefern im Rahmen des Projekts recharge.green Ansätze dazu. Mehr über das Tool "Musterhektar" und die neu entstandenen Bodenfunktionskarten für das Laiblachtal steht in der April-Ausgabe von wissenswert vorgestellt. mehr »»

 


Podcast: Boden - Gespräch in „Zeit für Wissenschaft“

Als wichtiger, oft aber unterschätzter Faktor in Ökosystemen spielt der Boden auch in der Forschungsarbeit von Michael Bahn eine zentrale Rolle. Der Ökologe interessiert sich für den Kohlenstoffkreislauf, zu dem die Atmung der Böden einen maßgeblichen Beitrag leistet. In „Zeit für Wissenschaft“ erzählt Bahn über seinen vielfältigen, lebendigen und oft zu Unrecht nur als „Schmutz“ bezeichneten Untersuchungs-gegenstand. Das gesamte Gespräch zum Nachhören gibt es hier.

 

 

 

zukunft forschung: Der Boden ganz oben

Boden im Hochgebirge Schrankogel Welche Mikroorganismen unter den extremen Bedingungen im Hochgebirge aktiv sind, erforscht die Arbeitsgruppe Bodenmikrobiologie und Klimawandel von Paul Illmer in einem interdisziplinären Umfeld. Ergebnisse der Untersuchungen am Schrankogel und Interessantes rund um die Bodenbildung im Hochgebirge ist im Forschungsmagazin zukunft forschung 01/15 nachzulesen. mehr »»

 

 

 

ipoint: Wo die Landwirtschaft an Boden gewinnen kann

Wo in Europa geeignete Böden für eine nachhaltige Intensivierung vorhanden sind, ermittelte ein Forschungsteam von Uni Innsbruck und BOKU. Symbolfoto: BMLFUW / Alexander Haiden Um die Menschheit künftig zu ernähren, ist eine nachhaltige Intensivierung der Landwirtschaft unabdingbar, die den Schutz des Wassers, die Erhaltung der Biodiversität und die Verringerung von Treibhausgasen mit einschließt. Wo in Europa geeignete Böden dafür vorhanden sind, hat Georg Lair von der Universität Innsbruck gemeinsam mit Kollegen von der BOKU Wien ermittelt. mehr »»