Buchtipp: Neuerscheinung "Von Menschenhandel und Menschenpreisen" und "Globalisierung und Gerechtigkeit"

Ende Oktober 2007 sind im Verlag Innsbruck University Press die zwei jüngsten Produkte der Forschungsarbeiten des Forschungsfeldes Wirtschafts- und Sozialgeschichte an der Fakultät für Volkswirtschaft und Statistik publiziert worden. Es handelt sich um zwei Sammelbände zu aktuellen Fragestellungen.
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Bild: Neuerscheinung "Von Menschenhandel und Menschenpreisen" und "Globalisierung und Gerechtigkeit"
Von Menschenhandel und Menschenpreisen. Wert und Bewertung von Menschen im Spiegel der Zeit

Hg. von Andreas Exenberger und Josef Nussbaumer.

 

Menschen haben sich die Arbeitskraft anderer Menschen immer schon durch mehr oder weniger Zwang zu sichern verstanden und sie tun das bis heute. Doch Menschen werden nicht nur als Arbeitskräfte, sondern auch im Versicherungs- oder Gesundheitswesen bewertet – oder eben auch entwertet. Beides wird, wenn sich nicht aus irgendwelchen Gründen die öffentliche Aufmerksamkeit besonders darauf richtet, auch eigentlich als normal empfunden und kaum hinterfragt. Wohl auch daher sind die Preise und Werte von Menschen von der Forschung nur wenig untersucht. Diesem Umstand will der vorliegende Band Abhilfe schaffen, indem

in fruchtbarer Zusammenarbeit von Geschichts- und Wirtschaftswissenschaften Beispiele aus Vergangenheit und Gegenwart zusammengetragen werden, um sich zu einem Mosaik zusammenzufinden. Es geht dabei ebenso um die Frage, wer wen aus welchen Gründen und zu welchen Preisen „versklavt“ hat, wie auch um die Frage angeblich aus ökonomischen oder ethischen Gründen „unwerten“ Lebens und um die Frage, auf welcher Basis man heute und in Zukunft die Kosten der modernen Hochleistungsmedizin oder Katastrophenprävention „rechtfertigen“ kann – angesichts aktueller Herausforderungen allesamt zweifellos sehr gegenwärtige Fragen.

Mit Beiträgen von Ingomar Weiler, Nicole Priesching & Daniel M. Steinke, Andreas Exenberger, Horst Schreiber, Andrea M. Leiter & Gerald J. Pruckner und Engelbert Theurl. Umfang: 156 Seiten (SW-Ill., Tab.); Preis: € 15,--; ISBN 978-3-902571-22-9

 

Globalisierung und Gerechtigkeit. Eine transdisziplinäre Annäherung 

Hg. von Alexander Eberharter und Andreas Exenberger.

 

Zwischen der Globalisierung und dem Streben nach Gerechtigkeit besteht ein vielfältiger Zusammenhang, der in diesem Sammelband aus verschiedenen Richtungen beleuchtet wird. Ansätze aus der Philosophie, den Wirtschaftswissenschaften, der Theologie, den Naturwissenschaften, der Psychologie, den Sozialwissenschaften, der Soziologie und den Politikwissenschaften verbinden sich miteinander und mit Zugängen aus der Praxis.

Die einzelnen Beiträge stellen sich den unvermeidlichen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts. Unerschrocken richten sie den Blick auf weltweite Ungerechtigkeiten und andere krisenhafte Momente der Globalisierung. Dabei verrennen sie sich jedoch nicht in einem Defätismus, sondern weisen Wege aus aktuellen oder absehbaren Miseren. Mit seiner Absicht, den Bereich der Betrachtung möglichst auszudehnen und das öffentliche Bewusstsein für die Chancen und Gefahren der Globalisierung zu schärfen, ist dieser Band der Idee „globalen Lernens“ verpflichtet. Insofern Verantwortung Wahrnehmung voraussetzt, baut er an einer Basis, von der aus weltweiten Problemen wie Armut, Klimawandel und Krieg begegnet werden kann.

Mit Beiträgen von Alexander Eberharter, Ulrich Metschl, Andreas Exenberger, Wolfgang Palaver, Roland Psenner, Josef Berghold, Claudia von Werlhof, Vera Sofia Sartori, Michaela Ralser, Belachew Gebrewold und Pier-Paolo Pasqualoni. Umfang: 212 Seiten (Farb-Ill., Tab.); Preis: € 17,--; ISBN 978-3-902571-16-8

 

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