Literaturwissenschaft als kritische Wissenschaft

Das Buch „Literaturwissenschaft als kritische Wissenschaft“ wurde von Sieglinde Klettenhammer und Michael Klein, beide vom Institut für deutsche Sprache, Literatur und Literaturkritik, in der Reihe „Innsbrucker Studien zur Alltagsrezeption“ herausgegeben.
Buchcover
Bild: Buchcover
Literaturwissenschaft und Literaturkritik verlieren seit einiger Zeit an Ansehen und befinden sich (erneut) in einer Legitimationskrise - ausgelöst u.a. durch eine sich rasant verändernde Gesellschaft, in der es keinen geschichtsphilosophischen und ästhetischen Grundkonsens mehr zu geben scheint.
Der Sammelband versteht sich als Aufforderung, das Projekt einer kritisch ausgerichteten Literaturwissenschaft zu befördern, die sich wieder verstärkt ihrem Gegenstand, der Literatur, zuwendet und sich Fragen der Theorie und Praxis literarischer Wertung öffnet.
In der Ausgabe sind Beiträge von T. Anz, I. Denneler, J. Drews, P. U. Hohendahl, M. Klein, E. Lämmert, H. Müller-Michaels und S. Neuhaus enthalten.

Reihe: Innsbrucker Studien zur Alltagsrezeption
Bd. 1, 2005, 184 S., 12.90 EUR, br., ISBN 3-8258-8574-7
Herausgeber: Sieglinde Klettenhammer und Michael Klein

Die Herausgeber

Prof. Sieglinde Klettenhammer, vom Institut für deutsche Sprache, Literatur und Literaturkritik studierte Germanistik und Geschichte in Innsbruck. Von 1982 bis 1985 war sie als wissenschaftliche Hilfskraft am Institut für deutsche Sprache, Literatur und Literaturkritik im Rahmen des von Prof. Alfred Doppler (Innsbruck) und Prof. Wolfgang Wiesmüller geleiteten Projekts der historisch-kritischen Ausgabe des "Witiko" [Internet Edition - Adalbert Stifter Witiko] (= Adalbert Stifter: Werke und Briefe. Historisch-kritische Gesamtausgabe) tätig. Anschließend arbeitete sie als Assistentin am selben Institut. 2001 erhielt sie den Förderungspreis des Landes Tirol für Wissenschaft. 2002 habilitierte sie sich im Fach "Neuere deutsche Literatur" mit der kumulativen Habilitationsschrift "Im Spannungsfeld von Traditionalismus, Modernismus und Postmoderne. Studien zur Literatur und zum literarischen Leben in Österreich von der Jahrhundertwende bis zur Gegenwart"

Prof. Michael Klein studierte Germanistik, Anglistik und Theaterwissenschaft in Kiel, Bonn und Köln, unterbrochen von einem Buchhandelspraktikum und, später, wechselnden Tätigkeiten bei der "Deutschen Welle". 1966 übersiedelte er als Doktorand von Bonn nach Innsbruck. 1973 promovierte er mit dem Thema "Das Theater als Paradigma seines Weltbildes". Anschließend war er als Vertragsassistenten und später als Universitätsassistenten am Lehrstuhl für österreichische Literatur, zu Händen Alfred Dopplers, tätig. Klein habilitierte sich  mit einer Aufsatzsammlung: "Studien zur Literaturkritik und Literaturvermittlung in deutschsprachigen Printmedien. Auf der Basis der Sammlungen des Innsbrucker Zeitungsarchivs".