Martin Lugmayr: "Österreich und die EU-Osterweiterung. Maximale Chancen - Maximale Risiken"

Aktuell zur EU-Erweiterung am 1. Mai hat Martin Lugmayr vom Institut für Politikwissenschaft ein Standardwerk zum Thema EU-Osterweiterung herausgebracht. Das Buch, eine überarbeitete Fassung seiner Diplomarbeit, die von Herrn Univ.-Prof. Dr. Anton Pelinka betreut wurde, ist im Peter Lang Wissenschaftsverlag erschienen.
EU-Osterweiterung
Bild: EU-Osterweiterung

Das erklärte Ziel des Buches ist es, der verwirrenden medialen Kurzdarstellung der EU-Erweiterung einen durchdachten und logisch strukturierten analytischen Erklärungsfaden entgegenzustellen. Zuerst werden auf gesamteuropäischer Ebene die strukturellen Rahmenbedingungen, Handlungszwänge, und Problemfelder skizziert. Entlang dieser Problemfelder orientiert sich der Gestaltungsspielraum aber auch die Lösungskompetenz europäischer und nationaler Politik. Unter den gegebenen sicherheitspolitischen und ökonomischen Problemstellungen der "Post-Jalta-Ordnung" hat sich die Europäische Union zu einem Hauptwerkzeug nationaler Interessenspolitik entwickelt. An die Vertiefung und die Erweiterung der EU knüpft sich die Hoffnung auf eine Erhöhung der einzelstaatlichen Problemlösungskapazität und -reichweite für grenzüberschreitende Probleme.

"Lugmayrs Buch ist nicht nur ein wichtiger Beitrag zum Verständnis österreichischen Verhaltens - auch zum Verständnis der Widersprüche zwischen Mitteleuropa-Renaissance und "strategischer Partnerschaft" auf der einen, ängstlicher Ausschließungsreaktion auf der anderen Seite. Das Buch ist eine wichtige, weil seriös erarbeitete Entscheidungsgrundlage für die Politik," schreibt Univ.-Prof. Dr. Anton Pelinka im Vorwort seines Buches.

Die folgende Wirkungsanalyse der EU-Erweiterung geht über die gängige rein auf ökonomische Aspekte konzentrierte Darstellung hinaus und vernetzt sicherheits-, wirtschafts-, umwelt- und steuerungspolitische Chancen und Risiken zu einer fundierten Arbeits- und Handlungsskizze. Im Hinblick auf die österreichischen Perspektiven wird ein differenziertes und realistisches Bild skizziert: „Österreich ist durch seine geographische Lage von den Chancen und Risiken der EU-Erweiterung maximal betroffen. Einerseits ist sie ein zentrales zukunftsweisendes sicherheitspolitisches, aber auch ökonomisches Lösungskonzept für Problemstellungen, die in der Ostöffnung und dem Globalisierungsprozess ihre Wurzeln haben. Andererseits läuft Österreich im Falle einer unzureichend vorbereiteten Erweiterung Gefahr, multipliziert Unsicherheit und ökonomische Anpassungsschocks zu importieren."

Die Veröffentlichung wurde durch das Österreichische Bundeskanzleramt, die Österreichischen Wirtschaftskammer und der Niederösterreichischen Landesregierung finanziell gefördert.

Zum Autor
Martin Lugmayr hat an der LFU Innsbruck Politikwissenschaft und das Fächerbündel Medien, EDV und Zeitgeschichte studiert und arbeitet derzeit an seiner Dissertation an der LFU in Innsbruck und an der University of Tampere und an der Ivan-Franko-Universität in Lemberg. Das Thema seines Doktorprojekts ist „Wider Europe – Die östliche Dimension der erweiterten Europäischen Union – Sicherheitspolitische und Geostrategische Implikationen des neuen Nachbarschaftsverhältnisses zur GUS". Seine Arbeit wird durch Univ.-Prof. Dr. Heinrich Neisser vom Institut für Politikwis-senschaft der LFU betreut. Lugmayr ist darüber hinaus zur Zeit im Medien- und Pro-jektbereich und der Politischen Bildung tätig, sowie Publizist in verschiedenen On- und Offline-Medien.

Nähere Informationen zum Buch und dem Autor erhalten Sie unter
http://www.eu-erweiterung.com