Buchtipp: Islam and International Law

Marie-Luisa Frick und Andreas Th. Müller (Hg.)
Islam and International Law, Marie-Luisa Frick und Andreas Th. Müller (Hg.)
Bild: Islam and International Law, Marie-Luisa Frick und Andreas Th. Müller (Hg.)

Ein Jahr nach der internationalen Konferenz zum Thema Islam und Völkerrecht, die unter Beteiligung hochkarätiger Expertinnen und Experten an der Universität Innsbruck stattfand, ist nun der Tagungsband beim renommierten Fachverlag Brill/Martinus Nijhoff in englischer Sprache erschienen. Die Organisatoren der Veranstaltung, Marie-Luisa Frick (Institut für Philosophie) und Andreas Th. Müller (Institut für Europarecht und Völkerrecht), haben darin zwanzig Beiträge versammelt, deren thematische Breite sich von zentralen Aspekten islamischen Kriegsrechtes oder der Diplomatiegeschichte in Ost und West über Kontaktpunkte islamischen und internationalen Strafrechts bis zu Fragen der Rolle des Islams als Religion und Rechtstradition in den modernen internationalen Beziehungen erstreckt.

Besonderen Stellenwert nehmen mit sechs Beiträgen die Menschenrechte ein. Dabei geht es insbesondere um die Herausforderungen, die aus der Spannung zwischen menschenrechtlichem Individualismus und religiösen Vorgaben gerade bei der Religions- und Meinungsfreiheit erwachsen.

In ihrem einleitenden Beitrag betonten die Herausgeber die Notwendigkeit, angesichts der komplexen und facettenreichen Beziehung von Islam und Völkerrecht herkömmliche Vor-Urteile und Plattitüden zu überwinden und sich den relevanten Problemen einerseits mit Ernst und ohne apologetische Tendenz, andererseits aber auch ohne unreflektierte Feindbilder zuzuwenden. Dementsprechend lautet der Unterteil des Bandes programmatisch: „Engaging Self-centrism from a Plurality of Perspectives”.

Informationen zum Buch

Islam and International Law. Engaging Self-centrism from a Plurality of Perspectives
Marie-Luisa Frick und Andreas Th. Müller (Hg.)
Brill Arab and Islamic Law Series 7
ISBN 978900423335
Hardback, 468 Seiten,
2013, Brill/Martinus Nijhoff, Leiden