Klimaforscher tagten in Innsbruck

Führende Exponenten der Klimaforschung weilten Anfang März in Innsbruck, um über die wissenschaftliche Ausrichtung des internationalen Forschungsprogramms „Klima und Kryosphäre“ (CliC) zu diskutieren. Das Programm koordiniert und fördert Forschung darüber, wie die mit Eis bedeckten Regionen mit dem restlichen Klimasystem der Erde interagieren.
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Bild: Helmut Rott, Vladimir Ryabinin, Jenny Baeseman, Koni Steffen, Ghassem Asrar und Georg Kaser beim Treffen in der Innsbrucker Hofburg.

Kryosphäre bezeichnet jenen Teil der Erde, der mit Eis bedeckt ist: von den polaren Eisgebieten, über die Gebirgsgletscher bis zu den mit Schnee bedeckten Flächen und zum Permafrost, dem dauerhaft gefrorenen Boden. Deren Veränderungen durch und deren Einfluss auf das Klima stehen im Mittelpunkt des Forschungsprogramms „Klima und Kryosphäre“ (CliC). Dieses Programm wurde vom Weltklimaforschungsprogramm (WCRP) im Jahr 2000 initiiert und soll die weltweiten Bemühungen um ein besseres Verständnis des Zusammenhangs zwischen Kryosphäre und Klima bündeln und koordinieren. Dabei geht es um wichtige globale Fragen, wie etwa die zukünftige Entwicklung des Meeresspiegels oder die Verfügbarkeit von Trinkwasser in unterschiedlichen Regionen. Seit einigen Jahren wird dieses Programm auch von den Wissenschaftlichen Komitees für die Antarktis- (SCAR) und die Arktisforschung (IASC) unterstützt.

Helmut Rott vom Institut für Meteorologie und Geophysik ist Mitglied der wissenschaftlichen Steuerungsgruppe des Forschungsprogramms „Klima und Kryosphäre“. Auf seine Einladung hin fand die mehrtägige Tagung vergangene Woche in Innsbruck statt und brachte führende  Vertreterinnen und Vertreter der Klimaforschung hierher, so zum Beispiel Ghassem Asrar, Leiter des Weltklimaforschungsprogramms, Koni Steffen, Direktor von CIRES in Boulder, USA, Charles Fierz, Präsident der Internationalen Vereinigung für Kryosphärenforschung (IACS-ICSU), Gino Casassa aus Chile, Walt Meier aus den USA und Mark Drinkwater von der European Space Agency. Von der Universität Innsbruck ebenfalls teilgenommen hat Klimaforscher Georg Kaser vom Institut für Meteorologie und Geophysik.