Großer Erfolg für Innsbrucker Nachwuchswissenschaftler

Mit Dipl.Psych. Johannes Huber vom Institut für Psychosoziale Intervention und Kommunikationsforschung (PsyKo) verfügt die Universität Innsbruck seit Kurzem über einen der wenigen zertifizierten Wissenschaftler für das international anerkannte AQS-Verfahren (Attachment Q-Sort) zur Erforschung der Bindungssicherheit von Kindern.
Johannes Huber
Bild: Dipl.-Psych. Johannes Huber

Dieses AQS-Verfahren ist die deutschsprachige Version eines international entwickelten Beobachtungsverfahrens zur Erfassung von Bindungssicherheit bei Kindern zwischen einem und fünf Jahren.

Die Studien dazu werden in der häuslichen Umgebung oder an anderen Orten (z.B. Kindertagesstätten, Tagesmütter/-väter etc.) durchgeführt. Dabei werden Videoaufnahmen von ExpertInnen mittels der Q-Sort-Methode anhand von 90 Items bezüglich des Ausmaßes an „secure base behaviour“ -  emotionalem Orientierungsverhalten zu einer Bindungsperson als Sicherheitsbasis - geratet.

Die Befähigung von Johannes Huber kommt unmittelbar den am PsyKo laufenden Forschungsprojekten über Männer als Kindergartenpädagogen sehr zugute.

Die Ausbildung dazu wurde an der Universität Wien von der bekannten Entwicklungspsychologin Univ.-Prof. DDr. Lieselotte Ahnert und einem internationalen Team durchgeführt. Zur Zertifizierung und um diese Methode in der Praxis anwenden zu dürfen, musste Dipl.Psych. Huber in einem aufwändigen Prüfungsverfahren das Instrument auf 10 Videoaufnahmen anwenden und dabei strenge Reliabililtätskriterien erfüllen.

Diese Zertifizierung war die erste ihrer Art im deutschsprachigen Raum und hatte sich unter anderem das Ziel gesetzt, auch in Österreich einen Expertenpool zu diesem Verfahren aus-zubilden.

(Josef Christian Aigner)

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