Heimatkundler Klien erhält Berufstitel Professor

Am 14. Februar wurde Robert Klien an der Universität Innsbruck der Berufstitel Professor verliehen. Rektor Tilmann Märk ehrte den ehemaligen Oberländer Hauptschuldirektor und Geschichtsforscher.
Professor Robert Klien mit Rektor Tilmann Märk.
Bild: Professor Robert Klien mit Rektor Tilmann Märk.

Robert Klien, Hauptschuldirektor in Rente und pensionierter Bezirksschulinspektor, erhielt Mitte Februar im Rahmen einer Zeremonie an der Universität Innsbruck den Berufstitel Professor. Zu Ehren des bekannten „Schulmannes“ und Heimatkenners hatten sich nicht nur zahlreiche Freunde und Verwandte des Geehrten, sondern auch Landesrätin Beate Palfrader sowie die emeritierte Universitätsprofessorin Elisabeth Walde als Laudatorin im Salon des Rektors eingefunden. „Es ist mir eine große und seltene Ehre, einen Berufstitel verleihen zu dürfen, im Auftrag und in Vertretung des Bundespräsidenten“, sagte Rektor Märk bei der Eröffnung des Festaktes.

Gedächtnis des Tiroler Oberlandes

Berufstitel werden an herausragende Vertreterinnen und Vertreter einer Berufsgruppe verliehen, die sich besondere Verdienste um die Republik Österreich erworben haben. Im Fall von Robert Klien, geboren 1935, führte nicht nur sein unermüdlicher Einsatz für das Schulwesen im Tiroler Oberland, sondern auch seine Forschungstätigkeit zu Kultur und Geschichte seiner Heimat zu dieser Würde: Neben seinem pädagogischen Wirken als Lehrer, Hauptschulinspektor und Bezirksschulinspektor beschäftigte sich Klien immer schon mit historischen und kunsthistorischen Fragen, wobei er vielfach grundlegende Forschungsarbeit für die Region leistete. Er war langjähriger Leiter des Chronikwesens sowie der Erwachsenenschulen im Bezirk Landeck und half, das Chronikwesen in Tirol und Südtirol aufzubauen. Es war ihm stets ein Anliegen, seine reichen Kenntnisse über Land und Leute in die Gesellschaft zu bringen. Er unterstützte auch zahlreiche Projekte der Universität Innsbruck, ermöglichte archäologische Grabungsarbeiten und stellte sein Wissen immer wieder in den Dienst der universitären Forschung. „Wer sich heute mit dem Oberen Inntal, vor allem aber mit dem Oberen Gericht wissenschaftlich beschäftigen möchte, kommt an den Publikationen von Robert Klein nicht vorbei“, heißt es im Antrag auf die Verleihung des Berufstitels, der Ende des vergangenen Jahres genehmigt wurde.

(ef/red)