Dr.-Otto-Seibert-Preise an Innsbrucker Forschende vergeben

Die Zuwendungen aus der Dr.-Otto-Seibert-Stiftung wurden am 1. Dezember 2011 im Rahmen eines Festaktes an Forschende der Universität Innsbruck und der Medizinischen Universität Innsbruck vergeben. Insgesamt wurden dreizehn Preise verliehen.
Dr. Michael Meyer vom Institut für Geologie und Paläontologie erhielt den mit 1.200 Euro dotierten Dr. Otto Seibert-Wissenschafts-Förderungspreis 2011.
Bild: Dr. Michael Meyer vom Institut für Geologie und Paläontologie erhielt den mit 1.200 Euro dotierten Dr. Otto Seibert-Wissenschafts-Förderungspreis 2011.

Bei der gemeinsamen Feier der beiden Innsbrucker Universitäten übereichten Vizerektor Günther Sperk für die Medizinische Universität und Rektor Tilmann Märk für die Universität Innsbruck die Dr. Otto Seibert-Preise 2011. Rektor Märk betonte in seiner Begrüßung die Relevanz von interessierten Forscherinnen und Forschern für die Universitäten. „Damit weiterhin Spitzenforschung möglich ist, benötigt es Geld, Zeit und das wichtigste: junge, begeisterte Forscherinnen und Forscher, die sich im Rahmen ihres Studiums oder ihrer Arbeit mit den Geheimnissen der Natur oder den kulturellen und gesellschaftlichen Leistungen der Menschheit befassen“, sagte Märk. Im Jahr 1987 hat Obermedizinalrat Dr. Otto Seibert der Universität Innsbruck eine nicht unbeträchtliche Schenkung gemacht, die von der Finanzabteilung der Uni Innsbruck klug veranlagt wurde. Mit den jährlich erzielten Erträgen kann die Universität Innsbruck jungen, begabten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler Anerkennung für ihre Forschungsleistung zollen. „Wenn ich mir die eingereichten Arbeiten und Forschungsleistungen ansehe, bin ich mehr als optimistisch, dass wir auch in Zukunft eine Stätte der exzellenten Ausbildung und Forschung sein werden“, freute sich Rektor Tilmann Märk. 

Wissenschafts-Förderungspreis

Mit dem Dr.-Otto-Seibert-Wissenschafts-Förderungspreis werden ausschließlich wissenschaftliche Arbeiten aus der Rechtswissenschaftlichen und den naturwissenschaftlichen Fakultäten sowie der Medizinischen Universität gefördert. Die eingereichten Anträge der Universität Innsbruck wurden von externen Fachexpertinnen und Fachexperten begutachtet und gereiht. Für dieses Begutachtungsverfahren verschickt die Universität Innsbruck Fragebögen, in denen Fragen zur wissenschaftlichen Qualität, Originalität und Aktualität mit einem Score von 0 bis 100 zu bewerten sind: 0 für nicht preiswürdig – 100 für in höchstem Maße preiswürdig. Für die Arbeiten von vier jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler haben die Gutachterinnen und Gutachter über 95 Score-Punkte vergeben.

Den mit 1.200 Euro dotierten Dr.-Otto-Seibert-Wissenschafts-Förderungspreis 2011 erhielten Mag. Jürgen Bernard vom Institut für Physikalische Chemie der Universität Innsbruck, Dr. Gabriella Bock vom Institut für Pharmazie und Dr. Michael Meyer vom Institut für Geologie und Paläontologie sowie Priv.-Doz. DI Mag. Dr. Anita Kloss-Brandstätter von der Sektion für Genetische Epidemiologie der Medizinischen Universität.

Förderung von Forschung für gesellschaftlich Benachteiligte

Eine weitere Preisvergabe fand im Rahmen der „Dr.-Otto-Seibert-Preise zur Förderung von Forschung für gesellschaftlich Benachteiligte“ statt. Eingereicht werden konnten wissenschaftliche Arbeiten, die sich mit der Verbesserung der Situation von gesellschaftlich benachteiligten Menschen in Betreuung, wie etwa in Seniorenheimen, Pflegeanstalten oder Institutionen für Menschen mit Behinderungen widmen. Er wird verliehen an Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus den Fachbereichen Psychogeriatrie, Neuro-Pharmakologie und Rechtswissenschaften.

Prof. Dr. Michael Ganner vom Institut für Zivilrecht erhielt den Preis in Höhe von 2.500 Euro für mehrere Publikationen zum Behinderten- und Sachwalterrecht in Österreich, Deutschland und Japan.

Förderung wissenschaftlicher Publikationen

Mit diesem Preis wurden Druckkostenzuschüsse in der Höhe von je 1.100 Euro an insgesamt acht Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität Innsbruck aus den Bereichen der Rechtswissenschaften, der Sozial- und Wirtschaftswissenschaften, der Geisteswissenschaften sowie der Naturwissenschaften vergeben. Auch hier wurden die eingereichten Anträge an Gutachterinnen und Gutachter gesandt mit der Bitte, die Publikationen gemäß der von der Universität Innsbruck vorgegebenen Fragebögen zu wissenschaftlicher Qualität, Originalität und Aktualität mit einem Score von 0 bis 100 zu bewerten. Die acht ausgezeichneten wissenschaftlichen Arbeiten sind mit Punktezahlen zwischen 96 und 100 bewertet worden.

Der Dr. Otto Seibert-Preis zur Förderung wissenschaftlicher Publikationen ging an Priv.-Doz. Mag. Dr. Birgit Sattler vom Institut für Ökologie, Dr. Barbara Hönig vom Institut für Soziologie, Mag. Dr. Alexandra Weiss vom Büro für Gleichstellung und Gender Studies, Mag. Dr. Yvonne Kathrein vom Institut für Germanistik, Mag. Dr. Maria Stopfner vom Institut für Sprachen und Literaturen, Mag. Dr. Eva Maria Unterrainer vom Arbeitsbereich für Didaktik der Sprachen, MMag. Dr. Katharina Zipser vom Institut für Sprachen und Literaturen und Ass.-Prof. Mag. Dr. Andreas Th. Müller vom Institut für Europarecht und Völkerrecht.

(red)