Europäische Auszeichnung für Uni Innsbruck

Ein Anhang zum universitären Diplom - das sogenannte Diploma Supplement - schafft Transparenz und verbessert die internationale Anerkennung von Qualifikationen. Die Europäische Kommission hat nun die Uni Innsbruck für die vorbildliche Umsetzung dieses Bologna-Instruments ausgezeichnet. Sie ist nach der Uni Wien die zweite österreichische Universität mit einem "Diploma Supplement Label".
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An der Universität Innsbruck erhalten die Studierenden nach dem erfolgreichen Abschluss ihres Studiums zusammen mit der Abschlussurkunde auch ein Diploma Supplement ausgehändigt. In dieser übersichtlichen und international vergleichbaren Beschreibung des Hochschulabschlusses werden Kontext, Niveau und Inhalt der erworbenen Qualifikationen erläutert. Für die vorbildhafte Umsetzung dieses Bologna-Instruments hat die Europäische Kommission der Universität Innsbruck nun bis 2014 das „Diploma Supplement Label“ verliehen. Dazu hatte sich die Universität einem zweistufigen Verfahren unterzogen, in dem nationale und internationale Experten die Umsetzung prüften. „Ich bin sehr stolz darauf, dass wir in diesem anspruchsvollen europäischen Beurteilungsprozess erfolgreich bestehen konnten“, sagt Margret Friedrich, Vizerektorin für Lehre und Studierende der Uni Innsbruck. „Die Verleihung des Labels ist auch Zeichen dafür, dass wir die Erfordernisse des Bologna-Prozesses in für unsere Universität sinnvoller Weise umsetzen. Mein besonderer Dank gilt Thomas Hanser und Christina Raab, die für die optimale Anwendung der Vorgaben gesorgt haben.“

Der Anhang zum Diplom ist eines der Schlüsselwerkzeuge des Bologna-Prozesses und soll unter anderem dabei helfen, die Transparenz und Mobilität in einer sich immer stärker diversifizierenden Bildungslandschaft zu fördern. Das Dokument soll zudem helfen, akademische und berufliche Anerkennung von erbrachten Leistungen und Abschlüssen zu erleichtern. Auch für zukünftige Arbeitgeber kann das Diploma Supplement zur objektiven Beurteilung von Qualifikationen von Nutzen sein. Dem Dokument ist auch eine Erklärung des Österreichischen Hochschulsystems beigefügt. Die Unterlagen werden in deutscher und englischer Sprache ausgefertigt.