Die Alpen im Wandel

Am 4. November wurde in der Claudiana das Buch „Die Alpen im Wandel zwischen Risiken und Chancen“ präsentiert. Es dokumentiert die Vorträge und Diskussionen auf der fünften internationale Tagung der Rete Montagna, einem internationalen Verein von Alpenforschungsinstituten.
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Bild: Dekan Roland Psenner mit den beiden Herausgebern des neuen Bandes, Alice Giulia Dal Borgo (mi.) und Guglielmo Scaramellini (li.)

Gemeinsam mit Gästen aus Mailand, Belluno und Udine wurde Anfang November das umfangreiche Werk über die Zukunft der Alpen im Claudiasaal präsentiert. Dekan Roland Psenner begrüßte im Namen des Forschungsschwerpunkts Alpiner Raum – Mensch und Umwelt, dessen Sprecher Psenner ist. Als Gastgeberin und Dolmetscherin fungierte Barbara Tasser vom Italienzentrum der Universität. Der Generalsekretär der Alpenkonvention, Marco Onida, betonte in seiner Rede die Bedeutung von Vereinen wie Rete Montagna als wichtige Netzwerke in Zeiten, in denen die politische Aufmerksamkeit für die Probleme der Alpen sehr gering ist. Der stellvertretende Vorsitzende des Universitätsrates, Christian Smekal, erinnerte gemeinsam mit Ester Cason Angelini an die Gründung des Vereins vor über zehn Jahren. Heute besteht das Netzwerk aus knapp 20 Einrichtungen, die sich der Erforschung der Alpen als Lebensraum widmen. Nach einem Bericht von Mitherausgeberin Alice Giulia Dal Borgo über die fünfte internationale Tagung der Rete Montagna 2009 in Chiavenna und Castasegna, referierte der Mailänder Geograph und Mitherausgeber des neuen Buches Guglielmo Scaramellini über jene Fragen, die im Rahmen der Tagung diskutiert wurden. Er konzentrierte sich dabei insbesondere auf die Diskussionen am Runden Tisch, der im Rahmen der Konferenz stattfand und der der Zukunft der Alpen in einer globalisierten Welt gewidmet war. „Wir müssen die Risiken und Chancen der Globalisierung genau untersuchen, denn es handelt sich um Entwicklungen, denen sich der alpine Raum in jedem Fall stellen muss“, sagte Scaramellini.

(Christian Flatz)