Wissenschaft und Innovation auf der Herbstmesse

Die Junge Uni war heuer in Zusammenarbeit mit der Wirtschaftskammer mit einem Stand des Instituts für Mathematik und Astrophysik auf der Designer- und Erfindermesse, die im Rahmen der Innsbrucker Herbstmesse stattfand, vertreten. Der Andrang war groß und die Spielleidenschaft der Besucher kannte keine Grenzen.
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Bild: Mathematik kann auch Spaß machen, davon konnten sich dieses Jahr auch die Besucherinnen und Besucher der Herbstmesse überzeugen.

Die Gänge waren voll und rund 54.000 BesucherInnen strömten zu der Traditionsveranstaltung Innsbrucker Herbstmesse. Die Designer- und Erfindermesse, organisiert von der Tiroler Wirtschaftskammer, war dieses Jahr das erste Mal voll in die Herbstmesse integriert. Die Wirtschaftskammer wollte damit dem kreativen Potential in Tirol eine Bühne bieten, ein Konzept, das voll aufging. Mit dabei waren am Stand der Wirtschaftskammer auch das Institut für Mathematik mit „Mathe Cool!“ und das Institut für Astrophysik in Zusammenarbeit mit dem Österreichischen Weltraumforum (ÖWF). Die Tische der Mathematik und der Astrophysik im Eingangsbereich der Halle 1 wurden regelrecht belagert. Viele BesucherInnen wollten das Rätsel vom Turm von Hanoi lösen oder einmal den Marsrover über die Marsoberfläche steuern. Aber auch die Ausstellung „Imaginary“ vom Mathematischen Forschungsinstitut Oberwolfach war sehr beliebt: Auf einem Touchscreen wurden mathematische Formeln in Bilder übersetzt, mit denen man spielen und experimentieren konnte.

Innovationen fördern

Mit von der kreativen Partie war auch das transidee, das Transferzentrum der Universität Innsbruck zwischen Wissenschaft und Wirtschaft. Es präsentierte Erfindungen und innovative Ideen der Universität Innsbruck wie beispielsweise superTEX, ein im Jahre 2011 gegründetes Spin-Off-Unternehmen, das die an der Universität Innsbruck entwickelte splineTEX®-Technologie verwertet. Weiters wurde ein noch laufendes Kooperationsprojekt zwischen der Universität Innsbruck und der Firma Lang präsentiert, in dem ein neues Holz-Beton-Deckensystem entwickelt wird. Und die junge, aufstrebende Architektin Yvonne Kreithner, eine ehemalige Praktikantin von transidee, zeigte ihre kreativen Werke, die im Südtiroler Familienbetrieb Kreithner Metall erzeugt werden.

Junge ForscherInnen gesucht!

Die Neugier und Experimentierfreudigkeit von jungen Forscherinnen und Forschern waren beim Stand von Jufo Tech – „Jugend forscht in der Technik“ gefragt: Wer zaubert die größte Seifenblase oder kann man Eis aus Stickstoff machen? Die Wirtschaftskammer möchte mit diesem Forschungswettbewerb Schülerinnen und Schüler zwischen 10 und 14 Jahren animieren, ihr technisches Geschick in kleinen Projekten unter Beweis zu stellen. Für die Älteren zwischen 16 und 19 Jahren bietet der 4-Länder-Schülerwettbewerb „Junge Forscher gesucht!“ eine ideale Plattform, um sich mit ihren Ideen und Projekten mit Gleichgesinnten aus Südtirol, dem Trentino und Graubünden zu messen. Beim letztgenannten Forschungswettbewerb winken Preise bis zu 4.000 Euro.

Aktionstage der Jungen Uni

Was an der Universität so alles geforscht wird, kann am 4. und 5. November zum 10-jährigen Jubiläum der Jungen Uni bei den Aktionstagen der Jungen Uni am Campus Technik erkundet werden. Die Universität Innsbruck öffnet am Freitag ihre Türen für Schülerinnen und Schüler (Anmeldung online erforderlich!) und am Samstag für alle Interessierten zwischen 3 und 99 Jahren. 40 Mal Wissenschaft kann hautnah erleben werden, ob bei einer Reise um die Welt mit Kakao, Kaffee und Tee, beim Beamen, dem Testen von ökonomischem Wissen beim ECON-Quiz oder man besucht eines der technischen Labors. Jeder, ob groß oder klein, findet bei den 40 Stationen der über 20 Universitätseinrichtungen etwas Interessantes, wobei die meisten Stationen sehr interaktiv aufgebaut sind. Für Action und Spaß sorgen am Samstag um 11:00 und um 14:00 Uhr die Physikanten mit ihrer interaktiven Physikshow.

(Silvia Prock)