Fundierte Ausbildung im neuen Olympiazentrum

Vergangene Woche unterzeichneten Vertreter des Landes Tirol und des Österreichischen Olympischen Comités (ÖOC) den Vertrag zur Errichtung eines Olympiazentrums in Tirol. Damit ist die Betreuung am Sportcampus auf olympischem Niveau auch offiziell bestätigt.
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Bild: Prof. Martin Burtscher, Leiter des Instituts für Sportwissenschaft (stehend), präsentierte das Olympiazentrum vergangene Woche gemeinsam mit Vertretern der Stadt Innsbruck, des Landes Tirol und des ÖOC.

Am 1. September präsentierten Vertreter des Landes, der Stadt Innsbruck, des Österreichischen Olympischen Comités (ÖOC) und der Universität das am Sport-Campus der Uni Innsbruck entstandene Olympiazentrum. Dabei wurde auch der Vertrag über die Vereinbarung zur Führung des Leistungszentrums am Campus Innsbruck und der Prädikatsverleihung „Olympiazentrum“ durch das ÖOC feierlich unterzeichnet. Das Prädikat „Olympiazentrum“ verleiht das ÖOC an Institutionen, die eine sportliche Ausbildung und Trainingsbetreuung auf höchstem Niveau garantieren können. Der provisorische Betrieb des Leistungszentrums Tirol/Innsbruck am Sport-Campus wurde bereits am 1. Jänner 2011 aufgenommen. „Wir befinden uns hier an einem Standort, der so günstig wie kaum ein zweiter gelegen ist – in unmittelbarer Nähe zu den Forschungs- und Ausbildungsstätten der Universität, der Uniklinik und dem Höhentrainingszentrum Kühtai“, hebt Prof. Martin Burtscher, Leiter des Instituts für Sportwissenschaft (ISW), eine Besonderheit des Innsbrucker Standorts hervor.

Spitzensportbetreuung sicherstellen

Landes-Sportreferent und Landeshauptmann-Stellvertreter Hannes Gschwentner beschreibt den Zweck des Olympiazentrums: „Ziel des Olympiazentrums ist es, die Spitzensportbetreuung mit Schwerpunkt Olympische Sportarten sicherzustellen und das Leistungspotential diverser Tiroler Mannschaftssportarten zu reaktivieren.“ Die sportliche Leitung des Olympiazentrums übernimmt Ass.-Prof. Christian Raschner vom Institut für Sportwissenschaft. Das Trainerteam bietet in den Labors moderne wissenschaftliche Prüfverfahren für die Bereiche Kraft, Schnelligkeit, Koordination, Ausdauer (ISAG) sowie Technikanalysen. Mit Beginn dieses Jahres konnte durch eine Kooperationsvereinbarung von Land Tirol, Stadt Innsbruck und Universität Innsbruck die Betreuungstätigkeit ausgebaut werden.

Dass das Leistungszentrum schon in den wenigen Monaten seines Bestehens regen Zulauf erfährt, zeigt die Liste der Sportlerinnen und Sportler, die bereits die Dienste dieser Sportinfrastruktur in Anspruch genommen haben. So ist die Skirennläuferin Elisabeth Görgl, Doppel-Weltmeisterin 2011, genauso im Leistungszentrum anzutreffen wie die 49er-Segler Nico Delle-Karth und Nikolaus Resch, die bereits zweimal den Gesamtweltcup für sich verbuchen konnten und im ISAF-World Ranking als Nummer eins der Welt gelistet werden. ÖSV-Skicross-Athlet Patrick Koller, der auf zwei Weltcup-Podestplätze in der letzten Saison verweisen kann und der Monoskifahrer Roman Rabl, der sich im Behindertenskirennlauf einen Namen gemacht hat, trainieren ebenso am Campus der Universität Innsbruck. Weiters wurde vor kurzem mit Janine Flock (Skeleton), Verena Klocker (Schwimmen) sowie Anna Rokita (Eisschnelllauf) das Training aufgenommen. „Für viele dieser Sportlerinnen und Sportler sind die Olympischen Spiele in London 2012 bzw. in Sotchi 2014 das Ziel, auf das sie hinarbeiten“, weiß Reinhard Eberl, Vorstand der Abteilung Sport um Amt der Tiroler Landesregierung.

(red)

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