Startschuss der internationalen Romanistik-Lehrkooperation mit der Universität Siegen

Die Universitäten Innsbruck und Siegen kooperieren seit diesem Semester in der Romanistik enger: Studierende aus Siegen kamen vor kurzem zum Abschluss eines gemeinsamen Blockseminars nach Innsbruck.
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Bild: Die Studierenden haben Expertengruppen zu den Filmen gebildet und gemeinsam ihre Ergebnisse in Innsbruck präsentiert.

Am 20. und 21. Juni 2011 fand im Bildungshaus Seehof auf der Hungerburg bei Innsbruck das Blockseminar zur Lehrveranstaltung „Gender Studies: Gender, Interkulturalität in der Romania“ statt. Eine länderübergreifende Lehrkooperation unter der Leitung von Univ.-Prof. Dr. Sabine Schrader, Dr. Uta Fenske und JProf. Dr. Gregor Schuhen machte das Zusammen­treffen der Romanistikstudierenden der beiden Universitäten Siegen und Innsbruck möglich. Im Zentrum stand die kritische Filmanalyse mit den Schwerpunkten Interkulturalität und Gender.

Filmanalyse

Zu Beginn des Semesters beschäftigten sich die Studierenden beider Universitäten mit wissenschaftlichen Texten, die als Grundlage für den Block in Innsbruck dienten. Auf diese Theorien hin wurden ausgewählte Filme verschiedener Genres vom Melodrama bis hin zum Roadmovie, von Pedro Almodóvar bis Mathieu Kassovitz untersucht. Jeder Film wurde sowohl von Siegener als auch von Innsbrucker Studierenden unter verschiedenen Aspekten bearbeitet und im Konferenzraum des Seehofs im Plenum vorgestellt.

Die am Seehof präsentierten Ergebnisse in Form von Referaten zeigten faszinierende und unterschiedliche Interpretationsmöglichkeiten ein und desselben Films. Ergänzt wurden die Seminarinhalte durch das Diskutieren über den österreichischen Fernseh-Mehrteiler „Die Piefke-Saga“, in dem parodistisch Stereotype und Klischees aufgegriffen werden, die zwischen Deutschen und Österreichern vorhanden sind. Dadurch gewann das Thema „Inter­kulturalität“ eine lebensnahe Bereicherung. Die Zusammenarbeit zwischen den Studie­renden beider Länder zeichnete sich durch Offenheit und Interesse der Studierenden aus und lief reibungslos ohne Barrieren ab. 

Abwechslungsreiches Programm

Nach dem abwechslungsreichen, zweitägigen Programm, das neben dem Seminar auch eine Bergwanderung, Stadtrundgänge und einen gemeinsamen Grillabend beinhaltete, hatte sich die Gruppe gut aufeinander eingestimmt. Das Feedback war von allen Seiten rundum positiv. Im Sommersemester 2012 werden dann Innsbrucker Studierende im Rahmen eines gleichartigen Seminars nach Siegen kommen.

(Lisa Kraml, Laura Oblasser, Laura Wieser)

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