Schau mir in die Augen, TranslatorIn

Am 31. Mai fand am Institut für Translationswissenschaft im Rahmen der Lehrveranstaltungen zur Fachsprachen-Übersetzung Medizin ein anwendungsorientierter Gastvortrag mit Herrn Prof. Mag. Hans Oberhofer zum Thema Katarakt aus PatientInnensicht statt.
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Bild: Hans Oberhofer, langjähriger Doyen der Französisch-Abteilung des Institutes für Translationswissenschaften, gab Studierenden einen anschaulichen Erfahrungsbericht seiner Katarakt-OP.

Die Studierenden der vier Fachsprachenübersetzungen Medizin an den Abteilungen für Französisch und Spanisch befassten sich schon seit Semesterbeginn unter der Leitung von Muryel Derlon, Cornelia Feyrer und Victor Herrera mit dem Thema Katarakt in Geschichte und Gegenwart. Schließlich konnten Muryel Derlon und Cornelia Feyrer Hans Oberhofer, den langjährigen Doyen der Französisch-Abteilung des Institutes, dafür gewinnen, seinen wohlverdienten Ruhestand zu unterbrechen, um aus der Sicht eines Katarakt-Patienten den Studierenden einen anschaulichen Erfahrungsbericht aus erster Hand zu geben. Der sowohl fachlich informative wie auch die subjektive Sicht des Patienten authentisch vermittelnde Vortrag, den Prof. Oberhofer in seiner gewohnt fachlich fundierten und humorvollen Art hielt, stieß bei DozentInnen und Studierenden des INTRAWI auf großes Interesse.
Nach der lebhaften Schilderung sowohl der subjektiven wie auch der chirurgisch-technischen Seite der Katarakt-OP, illustriert durch Anschauungsmaterial aus der klinischen Praxis, das Herr Oberhofer den Kursen zur Verfügung stellte, ergab sich im Anschluss noch eine rege Diskussion aller Beteiligten, im Rahmen derer Detailfragen gestellt werden konnten.

Anwendungsorientierte Lehre

Eines der Hauptanliegen der Lehrveranstaltungen zur medizinischen Fachsprache am INTRAWI ist es, neben theoretisch fundierten Inhalten auch eine berufs- und praxisbezogene, anwendungsorientierte Lehre zu bieten. Dies zeigt sich auch im Rahmen der erwähnten Lehrveranstaltungen. Schon im Vorfeld hatten die Studierenden einen Fragenkatalog mit Punkten zu den drei für PatientInnen relevanten Perspektiven vor/während/nach der OP erstellt. Dieser Fragenkatalog ist dazu gedacht, am Ende des Semesters in überarbeiteter Form in der klinischen Praxis Anwendung zu finden und ÄrztInnen zur Verfügung gestellt werden zu können. Bei der Optimierung des Kataloges wird auch besonderes Augenmerk auf Sprach- und Kulturkontaktphänomene und die daraus entstehenden Notwendigkeiten innerhalb der Arzt-PatientInnenkommunikation gelegt werden.
Was jedenfalls Prof. Oberhofer als témoin authentique schon am 31. Mai bewirken konnte, indem er dem Publikum einen tiefen Blick in seine, wie er selbst sagte, ‚neuen Augen‘ gestattete, war, Studierenden und DozentInnen die Angst vor einer etwaigen Katarakt-OP nachhaltig zu nehmen und einen Eindruck von der hochqualifizierten Arbeit der ÄrztInnen an der Innsbrucker Klinik zu vermitteln.

(Muryel Derlon / Cornelia Feyrer)

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