Euro-asiatischer Dialog

Als Pionierin in der euro-asiatischen Bildungszusammenarbeit war die Universität Innsbruck am 6. und 7. Juni Gastgeberin eines von der Asia-Europe Foundation (ASEF) veranstalteten Arbeitstreffens von hochrangigen europäischen und asiatischen Experten. Im Mittelpunkt der Diskussion stand die soziale Verantwortung von Universitäten in der Wissensgesellschaft.
ASEF 2011
Bild: Vizerektorin Margret Friedrich eröffnete den ASEF Workshop. Auch ASEF Botschafter Nguyen Quoc Khanh (rechts) begrüßte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer.

Aufgrund der nationalen und internationalen Ambitionen, Wissensgesellschaften zu entwickeln, stehen Universitäten weltweit vor der Aufgabe, ihren gesellschaftlichen Auftrag neu zu formulieren. Sie benötigen eine neue und klarere strategische und operative Ausrichtung und bewegen sich dabei in einem Spannungsfeld zwischen Gesellschaftsrelevanz und Gesellschaftsdistanz, zwischen Experiment und Effizienz, zwischen wissenschaftlicher Institution und Kurzzeitausbildungsstätte. „Ein Dialog zwischen Asien und Europa kann hier einen entscheidenden Beitrag leisten. Bei aller unterschiedlicher Tradition und Strategie stehen die Hochschul- und Forschungssysteme vor ähnlichen Herausforderungen“, sagt Univ.-Prof. Erich Thöni, Leiter des Instituts für Finanzwissenschaft, der den ASEF-Workshop gemeinsam mit dem Büro für Internationale Beziehungen der Universität Innsbruck mitorganisiert hat.
Eingefunden haben sich rund 30 hochrangige Persönlichkeiten aus 12 asiatischen und 12 europäischen Staaten: Der stellvertretende Executive Director der ASEF Botschafter Nguyen Quoc Khanh und Vizerektorin Margret Friedrich begrüßten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Mag. Elmar Pichl, Kabinettschef des österreichischen Bundesministers für Wissenschaft und Forschung, hielt einen einführenden Vortrag.

Hintergrund und Inhalt

Die ASEF mit Sitz in Singapur wurde 1997 von den am Asia-Europe Meeting (ASEM) teilnehmenden Staaten gegründet. Ihre Aufgabe ist es, die Zusammenarbeit und das Verständnis zwischen Europa und Asien auf allen kulturellen und gesellschaftlichen Ebenen zu fördern. Der Workshop an der Universität Innsbruck ist der zweite in der Reihe der offiziellen Asia-Europe Education Workshops, zu denen die ASEF Rektoren, Bildungsexperten, Politiker und Journalisten aus den 43 Staaten Asiens und Europas als Referenten und Diskutanten einlädt. Er soll einerseits weitere Diskussionen in der nächsten ASEM-Rektorenkonferenz sowie im nächsten ASEM-Bildungsministertreffen vorbereiten, andererseits als unmittelbarer Anstoß für eine universitäre strategische Neuausrichtung und damit einer Neuinterpretation des gesellschaftlichen Auftrages unserer Universitäten dienen.

(Eva Fessler)

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