Nach 50 Jahren ein Versprechen erneuert

Vor einem halben Jahrhundert haben sie das Doktorat an der Universität Innsbruck erworben. Am Freitag konnten über 70 Absolventen das „Goldene Doktorjubiläum“ feiern. Unter den zahlreichen Jubilarinnen und Jubilaren, die sich im Congress Innsbruck zu einer Feier trafen, war auch Altlandeshauptmann Wendelin Weingartner.
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Bild: Landesrat Bernhard Tilg und der geschäftsführende Rektor Tilmann Märk gratulierten Altlandeshauptmann Wendelin Weingartner zum Goldenen Doktorjubiläum.

Fünfzig Jahre nach der Promotion erneuerten Absolventinnen und Absolventen der Universität Innsbruck aus dem Jahr 1961 ihr Promotionsversprechen im Congress Innsbruck. Der geschäftsführende Rektor Tilmann Märk begrüßte die Jubilarinnen und Jubilare und betonte, dass diese ihr Wissen und Können erfolgreich für die Gesellschaft eingesetzt und nach einer schwierigen Zeit mit dazu beigetragen hätten, in Österreich und Europa wieder eine erblühende Gesellschaft erstehen zu lassen. Märk sprach ihnen im Namen der Universität seine Anerkennung, seinen Dank und die besten Glückwünsche aus. Dem schloss sich auch der Stellvertretende Rektor der Medizinischen Universität, Norbert Mutz, an, der in Vertretung des erkrankten Rektors an der Feier teilnahm. Die Astrophysikerin Sabine Schindler führte die Zuhörerinnen und Zuhörer dann durch die Geschichte des Weltalls und erzählte von der Entstehung des Goldes in gewaltigen Supernova-Explosionen. Auch erinnerte Schindler die Anwesenden an historischen Ereignisse, die das Jahr 1961 geprägt hatten.

Altlandeshauptmann unter den Jubilaren

Worte zum Anlass sprach der Tiroler Landespolitiker und langjährige Landeshauptmann Wendelin Weingartner. Er promovierte 1961 zum Doktor der Rechtswissenschaften und war von 1993 bis 2002 Tiroler Landeshauptmann. In seinen persönlichen Gedanken erinnerte er sich daran, dass er die Universität während seines Studiums als Ort der Freiheit erlebt habe. Heute erlebe er eine neue Dimension dieser Freiheit: Nach langen Jahren der beruflichen Tätigkeit könne er manche Dinge nun wieder neu denken.

Festakt mit Tradition

Das Goldene Doktorjubiläum wurde nach dem II. Weltkrieg eingeführt, um die Bindung der Absolventinnen und Absolventen zu ihrer Universität aufrecht zu erhalten und ein lebendiges Miteinander der Generationen zu gestalten. Gesetzlich geregelt wurde das Goldene Doktorjubiläum 1955. Anfangs wurden nur Absolventinnen und Absolventen geladen, die eine direkte Bindung zur Universität aufweisen konnten. Diese Einschränkung wurde jedoch in den 80er Jahren unter Rektor Rainer Sprung aufgehoben. Alle, die an der Universität Innsbruck promoviert haben, werden seit damals zum Goldenen Doktorjubiläum geladen, um ihren Doktorgrad zu erneuern. Die Universität Innsbruck und die Medizinische Universität Innsbruck begehen den Festakt gemeinsam.

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