Anerkennungspreis für Karin Peter

Nach der Promotion im Beisein des Bundespräsidenten Anfang März konnte die Theologin Karin Peter am Montag eine weitere Anerkennung für ihre Doktorarbeit entgegennehmen. Forschungsvizerektor Tilmann Märk überreichte ihr den Anerkennungspreis der Jury des Liechtensteinpreises.
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Bild: Vizerektor Märk mit der Anerkennungspreisträgerin Dr. Karin Peter

Der Preis des Fürstentums Liechtensteins zählt zu den renommiertesten Auszeichnungen für wissenschaftliche Forschung an den Innsbrucker Universitäten. Neben den Hauptpreisen, die Ende März verliehen wurden, vergab die Jury auch einen Anerkennungspreis. „Die Qualität der für den Liechtensteinpreis eingereichten Projekte ist Jahr für Jahr sehr hoch. Da wir aufgrund der Statuten nur zwei Preise vergeben können, bleiben auch preiswürdige Arbeiten unbelohnt. Deshalb würdigen wir solche Arbeiten mit Anerkennungspreisen“, sagte Vizerektor Märk anlässlich der Überreichung in kleinem Rahmen.

Karin Peter tritt in ihrer Doktorarbeit dem gesellschaftlich verbreiteten Vorwurf entgegen, Heilige Schriften gerade der monotheistischen Religionen würden Gewalt legitimieren und schüren. In Auseinandersetzung mit der Offenbarung des Johannes zeigt Peter auf dem Hintergrund dramatischer Hermeneutik auf, dass die enthaltenen Gewaltpassagen nicht Gottes Gewalttätigkeit beschreiben, sondern die Konsequenzen der Gewalttaten von Menschen offenlegen und anhand der entscheidenden Christusfigur des Buches - dem Lamm - kritisieren.

Karin Peter, geboren 1977 in Hohenems, absolvierte zunächst die Ausbildung zur Volksschullehrerin und studierte dann Religionspädagogik und Katholische Fachtheologie an der Universität Innsbruck. Anschließend absolvierte sie das Unterrichtspraktikum und den Universitätslehrgang „Pastoraljahr“ und begann 2005 neben ihrem Beruf als Religionspädagogin mit dem Doktoratsstudium Theologie, das sie 2010 erfolgreich abschloss. Derzeit ist Karin Peter Religionspädagogin an der Kirchlichen Pädagogischen Hochschule - Edith Stein und Projektmitarbeiterin am Institut für Systematische Theologie.

(Christian Flatz)

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