Geodäten trafen sich im Universitätszentrum Obergurgl

Zum bereits 16. Mal trafen sich im Februar Geodäten aus aller Welt zum wissenschaftlichen Austausch. 140 Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren dieses Jahr dabei, darunter auch der Präsident der Moskauer staatlichen Universität für Geodäsie und Kartographie, Viktor Petrowitsch Savinykh.
Geodäsie-Kongress Obergurgl 2011
Bild: Kosmonaut Prof. Savinykh, Russland, Ing. Konsulent DI Angst, Wien, Prof. Lobazov, Russland (von links).

Seit nunmehr 35 Jahren veranstaltet der Arbeitsbereich Vermessung und Geoinformation, im Abstand von meist zwei Jahren, die Internationale Geodätische Woche (IGWO) in Obergurgl. Sie ist damit der regelmäßig stattfindende geodätische Kongress Österreichs mit der längsten Tradition. In der konzentrationsfördernden Atmosphäre des Universitätszentrums Obergurgl trafen sich auch bei der 16. Auflage der Veranstaltung von 13. bis 19. Februar 2011 Geodäten aus Hochschulen, der Verwaltung und der Privatwirtschaft zur Präsentation und Diskussion von aktuellen Tendenzen im erweiterten Bereich Vermessungswesen.

Die 140 Teilnehmer stammten aus dem gesamten deutschsprachigen Raum, ergänzt durch Teilnehmer aus Italien, Frankreich und Russland. Prominentester Gast war Prof. Viktor Petrowitsch Savinykh, zu Zeiten der UdSSR dreimaliger Kosmonaut und jetzt Präsident der Moskauer staatlichen Universität für Geodäsie und Kartographie.

Die Vorträge und die darauf bezogenen Diskussionsrunden wurden tageweise in folgende Themenbereiche zusammengefasst:

  • Ingenieurgeodäsie mit Schwerpunkt Monitoring von Gelände und Bauwerken und dessen Automatisierung
  • Photogrammetrie/Fernerkundung/LIDAR mit Fokus auf Vermessung mittels Laserscanner, terrestrisch und airborne
  • GeoInformationsSysteme: Die Verwaltung raumbezogener Daten bis hin zu modernen Formen der Kartographie
  • Vermessung – die Zukunft unseres Berufsstandes: die Geodäsie wird in der Öffentlichkeit kaum als eigenständige Disziplin wahrgenommen. Wie können wir unsere Leistungen besser kommunizieren?

Ergänzend dazu präsentierten die marktführenden Produzenten in einer Permanentausstellung im Piccardsaal im Dorfzentrum ihre innovativen Hard- und Softwareprodukte: Terrestrische und satellitengestützte Messsysteme, Software zur Verarbeitung und GIS-Systeme zur Verwaltung der Daten.

Das Treffen verlief – auch dank der bewährten Organisation durch Ass.-Prof. Dr. Thomas Weinold – zur Zufriedenheit aller Beteiligten. Die bewährte Mischung aus Geodäsie und Sport garantiert die anhaltende Beliebtheit der IGWO, das positive Feedback der Teilnehmer motiviert den Arbeitsbereich Vermessung und Geoinformation zur Weiterführung.

(Albert Grimm-Pitzinger)

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