Dr.-Otto-Seibert-Preise verliehen

Im Archäologischen Universitätsmuseum wurden am Dienstag die diesjährigen Dr.-Otto-Seibert-Preise an Forscherinnen und Forscher der Innsbrucker Universitäten verliehen.
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Bild: PD Dr. Pia Aanstad (2.v.l.) vom Institut für Molekularbiologie und Prof. Stephan Geley (3.v.l.) von der Sektion für Molekulare Pathophysiologie erhielten die erstmals verliehenen Forschungsmittel für ein wissenschaftliches Kooperationsprojekt aus dem Jubiläumsfonds.

Die Forschungsvizerektoren der beiden Innsbrucker Universitäten, Tilmann Märk und Günther Sperk, konnten am Dienstag mehrere Preise vergeben, die von Obermedizinalrat Dr. Otto Seibert gestiftet wurden. Der Wissenschaftsförderungspreis ging an Mag. Ulrike Rieder vom Institut für Organische Chemie, Mag. Christoph Rameshan vom Institut für Physikalische Chemie und PD Dr. Christian Roos vom Institut für Experimentalphysik der Universität Innsbruck. Von der Medizinischen Universität wurde Dr. Martin Puhr von der Universitätsklinik für Urologie mit dem Wissenschaftsförderungspreis ausgezeichnet. Nach der Vorstellung durch die Vizerektoren hatten die Preisträgerinnen und Preisträger die Gelegenheit, ihre Forschungsarbeiten dem zahlreich erschienenen Publikum zu erläutern.

Mit den Dr.-Otto-Seibert-Preisen zur Förderung von Forschung für gesellschaftlich Benachteiligte wurde je ein Forscher der beiden Universitäten ausgezeichnet: Prof. Christian Huck vom Institut für Analytische Chemie und Radiochemie und Prof. Imrich Blasko vom Department für Psychiatrie und Psychotherapie. Die Dr.-Otto-Seibert-Preise zur Förderung wissenschaftlicher Publikationen gingen an Mag. Dr. Marlene Mussner vom Institut für Sprachen und Literaturen, Dr. Niklas Sonntag vom Institut für Öffentliches Recht, Staats- und Verwaltungslehre und Mag. Ulrike Vent vom Institut für Italienisches Recht. Sie erhalten jeweils 1000 Euro Förderung zur Veröffentlichung ihrer Forschungsarbeiten.

Erstmals verliehen wurden in diesem Jahr die Forschungsmittel für ein wissenschaftliches Kooperationsprojekt aus dem Jubiläumsfonds. Damit soll ein Projekt unterstützt werden, das von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern beider Universitäten gemeinsam betrieben wird. In diesem Jahr wurden PD Dr. Pia Aanstad vom Institut für Molekularbiologie und Prof. Stephan Geley von der Sektion für Molekulare Pathophysiologie ausgezeichnet.

Der Stifter dieser Preise, Dr. Otto Seibert, war ein deutscher Arzt. Bei einer Bergwanderung in Südtirol überanstrengte sich der Mediziner. Der damalige Vizebürgermeister der Gemeinde Klobenstein, Dr. Hans Gamper, war zufällig in der Nähe und brachte Seibert in das nächstgelegene Krankenhaus. Seinem Helfer zutiefst dankbar gebar Dr. Seibert die Idee, eine Stiftung für Studierende einzurichten. Otto Seibert verstarb im Jahr 1988. Der Arzt stiftete den Wissenschaftsförderungspreis, den Preis zur Förderung gesellschaftlich Benachteiligter, den Preis zur Förderung wissenschaftlicher Publikationen sowie Stipendien für Südtiroler Studierende.

(cf)