Schulprojekte ausgezeichnet

Zum dritten Mal prämierte das Wissenschaftsministerium innovative Schulforschungsprojekte im Rahmen des Sparkling Science-Programms. Auch in diesem Jahr wurden zwei Projekte, die von Wissenschaftlern der Universität Innsbruck begleitet werden, ausgezeichnet.
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Bild: Maria Bachler, Sydney Saurwein, Melanie Jelinek, Harald Stadler, Elisabeth Freismuth vom Projekt der Hauptschule Volders. (Foto: Armin Bardel)

Insgesamt 14 von Schulen geleitete Forschungsprojekte, die im laufenden Schuljahr stattfinden, wurden Mitte Dezember von Sektionschefin Dr. Elisabeth Freismuth mit einer Forschungsprämie von bis zu 5000 Euro und einer Urkunde ausgezeichnet. Das Außergewöhnliche an den Projekten: Die Schülerinnen und Schüler werden direkt in laufende Forschungsarbeiten, die jedoch unabhängig von "Sparkling Science" über andere nationale und internationale Forschungsprogramme finanziert werden, eingebunden. Sie arbeiten dabei als Juniorforscherinnen und -forscher mit renommierten Forschungseinrichtungen aus dem In- und Ausland zusammen. Zwei der in Wien ausgezeichneten Projekte werden von Wissenschaftlern der Uni Innsbruck begleitet: eine Feldforschungswoche zur Schadenskartierung der mittelalterlichen Wasserburg Schönwerth der Hauptschule Volders und ein Projekt zur Förderung der Naturwissenschaften in der Ausbildung der KindergartenpädagogInnen und HorterzieherInnen.

Die Wasserburg Schönwerth

Die Schüler der Hauptschule Volders arbeiten gemeinsam mit dem Institut für Archäologien, Fachbereich Ur- und Frühgeschichte sowie Mittelalter- und Neuzeitarchäologie, der Uni Innsbruck an der Bildrecherche und der digitalen Dokumentation von Schadensbildern an alten Mauern der Wasserburg Schönwerth in Volders. Sie erhalten eine Einführung in alte Handwerkstechniken und in die Grundlagen der Vermessung und erlernen die Genauigkeit wissenschaftlicher Arbeit. Eine archäologische Erkundung ergänzt das Programm. Ziel ist die Schaffung einer Schadenskartierung der Umfassungsmauer der mittelalterlichen Wasserburg, die eine Reihe von Informationen wie relative Bauabfolge und Reparaturphasen enthalten wird. Dies alles dient als Grundlage für ein umfassendes Restaurierungsprogramm.

Förderung von Naturwissenschaften

Das Projekt „SoMoSt – Sonne, Mond und Sterne“ wird von der Bundeslehranstalt für Kindergartenpädagogik in Innsbruck in Zusammenarbeit mit den Instituten für Astro- und Teilchenphysik sowie für Ökologie der Universität Innsbruck, dem Österreichischen Weltraumforum und dem Städtischen Kindergarten Dreiheiligen durchgeführt. Es in dem Projekt darum, die Schülerinnen und Schüler stärker für die Naturwissenschaften zu interessieren. Mit ihnen gemeinsam wird erarbeitet, wie sie ihr erlerntes, naturwissenschaftliches Wissen direkt in der Praxis im Kindergarten und im Hort einsetzen können. Der Astrophysiker Gernot Grömer und die Biologin Birgit Sattler geben fachliche Impulse in den vier Modulen Sonne, Mond, Stern und Raumfahrt. Im naturwissenschaftlichen Unterricht werden die Module vertieft und in Pädagogik und Didaktik für die Kinder im Kindergarten und Hort aufbereitet.

(Christian Flatz)

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