10jähriges Jubiläum von „Universität im Dorf“ in Außervillgraten

Am 27./28. November 2010 fand zum 10.mal die Weiterbildungsveranstaltung „Universität im Dorf“ in Außervillgraten statt.
Die 10. Uni im Dorf - Veranstaltung in Außervillgraten stand unter dem Motto: Das Österreichische Recht im 21. Jahrhundert: ‚Ist Österreich noch Herr im eigenen Haus’?“
Bild: Die 10. Uni im Dorf - Veranstaltung in Außervillgraten stand unter dem Motto: Das Österreichische Recht im 21. Jahrhundert: ‚Ist Österreich noch Herr im eigenen Haus’?“

Unter dem Thema „Das Österreichische Recht im 21. Jahrhundert: ‚Ist Österreich noch Herr im eigenen Haus’?“ traf sich eine hochkarätige Expertenrunde. Neben Univ.-Prof. Dr. Karlheinz Töchterle, Rektor der Universität Innsbruck und Univ.-Prof. Dr. Gustav Wachter, dem ehemaligen Dekan der Rechtswissenschaftlichen Fakultät und Mitorganisator dieser Veranstaltung waren Univ.-Prof. Dr. Walter Obwexer, Univ.-Prof. Dr. Bernhard Koch, LL.M. (Michigan) und Univ.-Prof. Dr. Andreas Schwartze, LL.M. (EHI) nach Außervillgraten gekommen. Verstärkt wurde das Wissenschafter-Team der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Innsbruck durch Landesamtsdirektor-Stellvertreter Dr. Dietmar Schennach, Land Tiro,l und Univ.-Prof. P. Dr. Bernhard Kriegbaum SJ, Katholisch-Theologische Fakultät.

Nach einer herzlichen Begrüßung durch Bürgermeister Mag. Josef Mair, der in seiner Rede dem 2008 verstorbenen Initiator der Veranstaltung Univ.-Prof. P. Dr. Lothar Lies, SJ gedachte, sprach Rektor Töchterle allen Anwesenden und Mitwirkenden seinen Dank aus. Er betonte die Bedeutung des Wirkens der Universität in den Regionen - speziell hier in Osttirol, die ohne tatkräftige Unterstützung durch OSR. Josef Told, der diesen Sommer das Ehrenzeichen der Universität Innsbruck erhalten hatte, nicht möglich wäre.

Als erster Vortragender führte Europarechtsexperte Prof. Obwexer mit seiner Präsentation in die Neuordnung der Europäischen Union durch den Vertrag von Lissabon ein. Mit der Frage der Vereinheitlichung des Privatrechts in Europa setzte sich Zivilrechtsexperte Prof. Koch auseinander. Ob es sich bei der Regelung des Verbraucherschutzes bei Verträgen des täglichen Lebens um ein Geschenk oder um eine Mogelpackung aus Brüssel handelt, dieses Problem erörterte Prof. Schwartze in seinem Vortrag. „Tiefe“ Einblicke in die Verwaltungsreform des Landes Tirols gewährte Landesamtsdirektor-Stellvertreter Dr. Schennach, der betonte, dass es gilt den „Amtsschimmel“ zu entfernen, klarer zu kommunizieren und last but not least lösungsorientiert zu arbeiten. Den Abschluss der 2tägigen Veranstaltung bildete Prof. Wachter mit dem Fazit, dass das Europarecht wichtige Impulse für das österreichische Arbeitsrecht liefert.

Neben der „menschlichen“ Gesetzgebung, die im Mittelpunkt dieser Veranstaltung stand, diskutierte Univ.-Prof. P. Dr. Bernhard Kriegbaum SJ in seinen Predigten am ersten Adventwochenende ausführlich das Göttliche Recht.

Am Samstagabend fand zum gegebenen Thema eine Diskussionsrunde statt. Dabei kristallisierte sich für den einen das Bild eines Hauses für den anderen sogar das einer „Reihenhausanlage“ heraus.

Am Ende fasste Rektor Töchterle die Diskussion bzw. die vergangenen zwei Veranstaltungstage mit abschließender Schlussfolgerung zusammen, dass auch wenn die angesprochenen Themen sehr komplex waren, sich doch alle anwesenden Experten darauf einigen konnten, dass sich die Arbeit an einem „Haus Österreich“ in der gemeinsamen „Reihenhausanlage EU“ wohl lohnen wird.

(Daniela Genser)

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