Zentrum für LehrerInnenbildung bekommt Zuschlag für Austauschprojekt mit Südkorea

Das erst Anfang Oktober 2010 (!) an der Universität gegründete Zentrum für LehrerInnenbildung kann schon einen ersten Erfolg verbuchen. Ein Austauschprojekt für Studierende und Lehrende im Lehramt wurde bewilligt und ermöglicht so die vertiefte Vernetzung mit südkoreanischen Partneruniversitäten und so den Erfahrungsaustausch mit einem anderen Kulturkreis.
Das Zentrum für LehrerInnenbildung startet ein Austauschprojekt mit Südkorea
Bild: Das Zentrum für LehrerInnenbildung startet ein Austauschprojekt mit Südkorea

Drei südkoreanische und vier europäische Universitäten verfolgen in dem Projekt „Kor-EU Leaders for Global Education“ das Ziel des gemeinsamen internationalen Austauschs. Für das Zentrum für LehrerInnenbildung ist insbesondere die internationale Vernetzung und das Thema globales Lernen von zentraler Bedeutung, erläutert Prof. Weihs, Vorsitzender des Zentrums.

Wichtigstes Ziel des Projekts ist der Austausch von Studierenden und Lehrenden: Zehn Lehramtsstudierende der Universität Innsbruck erhalten die Chance, für fünf Monate an einer von drei südkoreanischen Universitäten die dortige LehrerInnenbildung sowohl in der Theorie, als auch in der praktischen Umsetzung kennen zu lernen. Die Studierenden sollen sich der unterschiedlichen curricularen und pädagogischen Aspekte, speziell hinsichtlich globalen Lernens, bewusst werden und dies auch in schulischen Praktika in Südkorea realitätsnah anwenden können.

Zusätzlich wird sechs in der LehrerInnenbildung tätigen Lehrenden der Universität Innsbruck die Teilnahme an gemeinsamen Forschungsvorhaben, Workshops und Lehrveranstaltungen finanziert.

Das Themenfeld globales Lernen, das thematisch im Zentrum des Austauschprogramms und den verbundenen Forschungsaktivitäten steht, greift die Erweiterung des Bildungshorizonts und die Klärung von Wertvorstellungen auf der Basis globaler Entwicklungen auf. Auf dem Hintergrund ihrer je eigenen Erfahrungen sollen sich SchülerInnen in Beziehung zu anderen Menschen und weltweiten Entwicklungen setzen können. Den LehrerInnen kommt die Aufgabe zu, sie mittels fachübergreifender und partizipativer Methoden bei der Entwicklung von Weltoffenheit und Empathie zu unterstützen. Die Ergebnisse und Erfahrungen des Austauschprogramms werden in einer gemeinsamen Konferenz abschließend präsentiert.

Die MitarbeiterInnen des Zentrums für LehrerInnenbildung freuen sich auch bereits auf die südkoreanischen Studierenden, die 2011 die LehrerInnenbildung an der Universität Innsbruck durch ihre Perspektiven und Erfahrungen bereichern werden.

Die beteiligten europäischen Projektpartner werden im Rahmen des Industrialised Countries Instrument. Education Cooperation Programme (ICI ECP) von der Europäischen Union mit 310.000€ gefördert.

(Klaus Reich)

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