Outstanding Artist Award 2010

Im November wurde der Outstanding Artist Award, der wichtigsten Förderpreis für experimentelle Architektur in Österreich, ausgelobt vom Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur (BMUKK) an ein Team von Jungarchitekten vergeben. Drei weitere angehende Architekten wurden mit Anerkennungspreisen geehrt, darunter Andreas Hörl, Assistent an der Uni Innsbruck.
Für sein Projekt "Treibgut" wurde Andreas Hörl mit einem Anerkennungspreis ausgezeichnet. (Foto: Andreas Hörl)
Bild: Für sein Projekt "Treibgut" wurde Andreas Hörl mit einem Anerkennungspreis ausgezeichnet. (Foto: Andreas Hörl)

Prämiert wurden damit Projekte, die „architektonisch anspruchsvoll sowie inhaltlich wagemutig“ sind und TeilnehmerInnen, die „disziplinär vorausschauende Positionen“ aufzuspüren vermögen. Ausgewählt wurden sie von einer internationalen Jury aus 50 österreichweiten Einreichungen.

Dr. Bernd Hartmann vom BMUKK überreichte im Vorarlberger Architektur Institut den großen Förderpreis an Christian Tonko, Titusz Tarnai und Peter Jellitsch für das Projekt „Orko - a hydroponic pavilion“ (8000 Euro und 3 monatiger Studienaufenthalt im Ausland) und vergab einen der drei Anerkennungspreise à 2000 Euro an Andreas Hörl für seine Architekturgalerie, die als grosse flexible Raumplastik ihre Form im Kräftespiel der Strömungsverhältnisse eines Flusses findet.

Hörl ist Assistent am Institut für Experimentelle Architektur der Universität Innsbruck. Dort hat sich die Lehre dem Experiment verschrieben und sucht an der Schnittstelle von zeitgenössischer Kunst, Kultur und Architektur nach neuen Ideen für die Baukunst der Zukunft. Weitere Auszeichnungen erhielten Gregor Holzinger mit seinem Projekt „Ein Dachgarten für das Integrationshaus in Wien“ und Peter Jellitsch für eine Studie zum elektromagnetischen Raum, hervorgerufen durch den Elektrosmog des Mobilfunknetzes.

Das Vorarlberger Architektur Institut ist nun bis zum 23. Dezember Schauplatz der experimentellen Tendenzen in der Architektur. Die Ausstellung der 50 eingereichten Projekte zeigt die mit viel Vitalität und Verve formulierten experimentellen Vorschläge aus der jungen Architekturszene Österreichs. Zugleich illustrieren die zahlreichen innovativen Ideen das breite Spektrum des Möglichen und animieren zu mehr Kreativität, Experiment und Wagemut beim Bauen.

(vai)

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