Wissen schafft Zukunft

Wissen schafft Zukunft und die Zukunft ist zum Angreifen nahe – der 8. Aktionstag der Jungen Uni stand heuer unter dem Motto „Zukunftswelten“ und über 2.000 Schülerinnen und Schüler aus ganz Tirol und auch Südtirol bekamen am 5. November die Möglichkeit, Forschung und Wissenschaft hautnah zu erleben.
Experimente aus Naturwissenschaft und Technik bei der Station von FIT (Frauen in die Technik Tirol)
Bild: Experimente aus Naturwissenschaft und Technik bei der Station von FIT (Frauen in die Technik Tirol)

Der Technik-Campus verwandelte sich am 5. November in ein Freiluftlabor, in dem an 38 Stationen engagierte WissenschaftlerInnen von über 20 Instituten Kindern und Jugendlichen Einblick in ihre Forschung gaben. Eröffnet wurde der Aktionstag von Rektor Karlheinz Töchterle und vom Präsidenten des Tiroler Landesschulrats Hans Lintner, begleitet vom Landesschulinspektor Thomas Plankensteiner.

Das Programm führte quer durch alle Wissenschaftsdisziplinen. Die Physiker verblüfften mit erstaunlichen Experimenten, wobei die Eroberung des Weltalls im Mittelpunkt stand. Die BiologInnen beleuchteten die wissenschaftliche Seite psychoaktiver Substanzen, zeigten die Rolle von Biogas für die Energiezukunft auf und untersuchten das Wasser von Bergseen. Die Mathematik und Informatik beschäftigten sich auf spielerische Art und Weise mit Themen wie Computerspiele, Google und Roboter. Die Labore für Quantenphysik, Geotechnik und Holzbau wurden an diesem Tag für die BesucherInnen geöffnet und zwei Vorlesungen über das Universum und die Teleportation entführten die HöhrerInnen in fremde Welten. Speziell für Mädchen gab es heuer wieder eine Station von FIT – Frauen in die Technik, in der Technik und Naturwissenschaften spielerisch an Schülerinnen vermittelt wurden. Eine Besonderheit stellte die Mathematikausstellung IMAGINARY vom Mathematischen Forschungsinstitut Oberwolfach dar. Auf einem großen Touchscreen konnten Figuren bewegt und verändert werden. Auf interaktive Weise wurden die BesucherInnen an die mathematischen Hintergründe herangeführt.

Auch die Geistes- und Sozialwissenschaften waren stark vertreten. Der Linguistische Arbeitskreis feiert heuer sein 25-jähriges Jubiläum und präsentierte sich am Aktionstag mit zahlreichen Stationen. Die BesucherInnen wurden zu Minisprachkursen in Sprachen wie Russisch, Französisch, Türkisch, Koreanisch etc. eingeladen sowie zu Kurzvorträgen wie zum Beispiel über lateinische Zaubersprüche in Harry Potter. Man konnte an einer Millionenshow und einer Namensberatung teilnehmen und an einer weiteren Station kreativ zeichnen oder lernen, wie man am Besten mit der eigenen Mutter streiten kann. Das Zentrum für Kanadastudien brachte das Leben der Inuit näher und das Institut für Strategisches Management, Marketing und Tourismus deckte die geheimen Tricks der Werbung durch Selbstversuche auf. Weiters wurden vom Institut für Wirtschaftstheorie, -politik, und -geschichte anhand des fiktiven Dorfes namens „Globo“ Faktoren wie Armut, Energie und Bevölkerungsanzahl veranschaulicht.

Workshops zum Thema „Klima und Energie“

Im Vorfeld des Aktionstags wurden heuer Workshops zum Thema „Klima und Energie“ für einzelne Schulklassen angeboten. SchülerInnen zwischen 10 und 12 Jahren der Hauptschulen und AHS-Unterstufe konnten in verschiedenen interaktiven Workshops mit ExpertInnen ihr Wissen über Klima und Energie erweitern. Entworfen und koordiniert wurden diese Workshops von WissenschaftlerInnen der Technischen Universität Wien im Rahmen des Projekts „schools@university“ in Zusammenarbeit mit der Jungen Uni Innsbruck, dem Institut für Mikrobiologie, dem Institut für Konstruktion und Materialwissenschaften sowie dem WWF Innsbruck.

(Christine Schüller)

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