Die Sieger des CAST technology award 2010 stehen fest!

Mit dem CAST technology award 2010 haben CAST und Kooperationspartner transidee ForscherInnen der Tiroler Universitäten und Fachhochschulen aufgerufen, innovative Geschäftsideen mit technologischem Hintergrund einzureichen und auf ihre wirtschaftliche Verwertbarkeit hin begutachten zu lassen. Die besten fünf wurden Anfang November im Life Science Center prämiert.
 Die Zweitplatzierten Jürgen Feix, Patrick Wörle (mitte) mit Sara Matt-Leubner (transidee) und Christian Mathes (CAST)
Bild: Die Zweitplatzierten Jürgen Feix, Patrick Wörle (mitte) mit Sara Matt-Leubner (transidee) und Christian Mathes (CAST)

Kritisch wurden die Einreichungen von der Expertenjury begutachtet und anschließend bewertet. Nicht einfach war die Aufgabe, aus den zahlreichen spannenden Einsendungen die besten herauszufiltern. Fünf Teams aus den unterschiedlichsten Bereichen teilten sich schlussendlich die Preisgelder in Höhe von 6.300 Euro.

Bewertet wurden die Geschäftsideen nach den Kriterien Marktpotential, Innovationskraft, Kundennutzen, Wettbewerbssituation und wirtschaftliche Realisierbarkeit der Idee. Belohnt wurden jene Projekte, denen die Jury die besten Chancen auf wirtschaftliche Umsetzung des Projektes einräumte.

Dieses Jahr kommen die Sieger aus den Einrichtungen: Management Center Innsbruck (MCI), Universität Innsbruck und Medizinische Universität Innsbruck. Jenen Teilnehmern, denen ein Platz unter den besten Fünf verwehrt blieb, winken wertvolle Expertengutachten der Jury und sie sind - bedingt durch ihren Mut, ihre Idee einer Jury vorzulegen - dennoch zu den Siegern zu zählen.

Auf dem Siegertreppchen: Teams aus MCI, UI und iMED

DI (FH) Thomas Obholzer und sein Teamkollege Marco Rupprich, Ph.D. vom Management Center Innsbruck (Studiengang Umwelt-, Verfahrens- und Biotechnologie) dürfen sich über den Sieg und 3.000 Euro freuen. Sie haben eine Technologie auf Basis von ionisierter Luft entwickelt, die es möglich macht, anthropogene Spurenstoffe wie zum Beispiel Ethinylestadiol, ein Wirkstoff aus der Anti-Baby Pille, effizient aus Wasserkreisläufen zu eliminieren.

Platz zwei geht an Univ.-Prof. Dr.-Ing. Jürgen Feix und Dipl.-Ing. Patrick Wörle von der Universität Innsbruck (Fakultät für Bauingenieurwissenschaften, AB Konstruktion und Materialwissenschaften/Massivbau und Brückenbau). Ihre innovative Methode, durchstanzgefährdete Flachdecken nachträglich zu verstärken und somit deren Tragfähigkeit zu garantieren, wurde mit 1.500 Euro belohnt.

David Putzer, MSc vom Institut für Experimentelle Orthopädie der Medizinischen Universität Innsbruck wurde mit Platz drei und 800 Euro ausgezeichnet. Gemeinsam mit Univ.-Prof. Dr. Michael Nogler entwickelt er ein innovatives chirurgisches Hilfsmittel, das dem Orthopäden die Implantierung von Hüftgelenkendprothesen erleichtert und im Vergleich zu bisherigen Methoden kostengünstiger und genauer ist.

Die Plätze vier und fünf werden beim CAST technology award mit jeweils 500 Euro belohnt. DI Sabrina Neururer von der Medizinischen Universität Innsbruck hat gemeinsam mit einem Team des Departments für Medizinische Statistik, Informatik und Gesundheitsökomomie den vierten Platz belegt. Entwickelt wird eine Software zur Wahrung des Datenschutzes bei personenbezogenen Daten auf der Basis modernster, international standardisierter Algorithmen. Sie soll eine geeignete Alternative zu den derzeitig verwendeten Vorgehensweisen darstellen. Aktuell bergen diese häufig Mängel in Bezug auf Sicherheit, Effizienz und Reproduzierbarkeit.

Mag. Gerald Hiebel und seine Teamkollegen Dr. Klaus Hanke und Mag. Dr. Ingrid Hayek vom AB Vermessung und Geoinformation der Fakultät Bauingenieurwissenschaften der Universität Innsbruck, freuen sich über den fünften Platz. Sie möchten ihren Kunden (zB Museen, wissenschaftlichen Institutionen) den Aufbau eines ontologiebasierten integrativen Wissensmanagementsystems für die Dokumentation und Präsentation komplexer Informationsbestände mit geografischem Bezug anbieten.

Businessplanwettbewerb Adventure X

Die eigene Idee bei einer Ausgabe des CAST technology award auf ihre Wirtschaftlichkeit hin überprüfen zu lassen und in Erfahrung zu bringen, ob die eigene Forschung auch Erlöse bringen kann, ist ein erster Schritt auf dem Weg zum eigenen Unternehmen.

Prämiert oder nicht besteht für alle TeilnehmerInnen des CAST technology award ab Jänner 2011 wieder die Möglichkeit am Adventure X, dem Tiroler Businessplanwettbewerb von Tiroler Zukunftsstiftung und CAST, teilzunehmen. Dort kann die Idee mit kostenloser Unterstützung von Fachexperten zu einem schriftlichen Businessplan ausgebaut und der nächste essentielle Schritt hin zur Selbständigkeit getan werden. Nachdem gerade Geschäfte mit neuen Technologien in der Regel komplex sind, profetieren besonders WissenschafterInnen von diesem Angebot, innovative Geschäftsideen unter laufender Beratung zu einem tragfähigen Geschäftskonzept zu entwickeln. Weitere Infos zum Bewerb: www.adventurex.info

(CAST)

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