Innsbrucker StudentInnen gewinnen Preise beim IASF 2010 in London

Studierende verschiedener internationaler Universitäten entwickelten und realisierten eine Serie von temporären Interventionen im urbanen Raum Londons für das IASF 2010, das unter dem Thema “Reduce, Reuse, Recycle” im Rahmen des London Festival of Architecture stattfand. 3 von 6 Auszeichnungen gingen an StudentInnen der Universität Innsbruck.
(v.ln.r.) die Projekte Urban Gardening, Open Fence, Walk the Line
Bild: (v.ln.r.) die Projekte Urban Gardening, Open Fence, Walk the Line

Vom 26. Juni bis 04. Juli nahm das Institut für Gestaltung.Studio2/ Prof. Gabriela Seifert der Fakultät für Architektur am International Architecture Student Festival (IASF) in London teil. Das IASF bildet eine der Hauptprogrammreihen des London Festival of Architecture. Diese Biennale wird alle zwei Jahre von der London Metropolitan University, The Architecture Foundation und Design for London organisiert. 14 Studierende, betreut von den LV-Leitern Birgit Brauner und Christian Schmutz entwickelten im Rahmen von Lehrveranstaltungen des 2. Studienjahrs drei Projekte, welche dann mit der Unterstützung von Thomas Hillebrand innerhalb von einer Woche 1:1 in London umgesetzt wurden.

Die Preise wurden in 5 unterschiedlichen Kategorien vergeben:

In der Kategorie "Reveal" wurde das Projekt "Urban Gardening" von Anne-Catherine Goebbels, Janine Friedl, Viola Habicher, Sabrina Klein und Elisabeth Thinnes ausgezeichnet. “Urban Gardening” bestand aus einer Serie von kleineren Interventionen entlang eines Kanals in der Nähe des zukünftigen Olympiageländes. Nutz- und Zierpflanzen wurden verwendet, um die verborgene Idylle dieses unwirtlichen Ortes auszugestalten und den Passanten erlebbar zu machen.

In der Kategorie "Signpost" wurde das Projekt "Open Fence" von Christof Peter, Bob Simon, Stefan Tschaikner, Rade Veselic und Cornelia Vonbun ex aequo mit dem Projekt "Is the Bag that counts" von Studierenden des Central Saint Martins College of Art and Design in London ausgezeichnet. Open Fence war eine wellenförmige Struktur aus linearen Holzelementen, die auf einer historischen Parkmauer platziert, Parkbesucher und Passanten anregte, die Grenze zwischen dem Strassenraum und dem Altab-Ali-Park zu überwinden.

Eine besondere Erwähnung erhielt das Projekt "Walk the Line" von Mira Conci, Julie Hoffmann, Anna Mochnac und Marc Rupf. Eine blaue Linie verband verschiedene Orte in der Nachbarschaft, markierte symbolhaft Plätze von Spiel und Unterhaltung, entfaltete sich in kleinere Möbel und generierte so soziale Interaktion in einem Londoner Stadtteil des Eastend.

“Die Auszeichnungen waren für uns alle eine große Überraschung. Vor allem aber gaben die Projekte den StudentInnen die Möglichkeit, einen Realisierungsprozess im kleinen Maßstab durchzuspielen und dann auch zu erleben, wie ihre Interventionen von der lokalen Bevölkerung angenommen wurden,”erklären Birgit Brauner und Christian Schmutz.

Ermöglicht wurden diese Projekte durch Geld- und Sachspenden von: Vizerektorat für Forschung, Büro für Internationale Beziehungen, Dekanat der Architekturfakultät, Buchbinder Autoverleih, Deppisch Gartenbau, Gardena GmbH, Getzner GmbH, Huter & Söhne, Land Tirol, Spontex GmbH/ Mapa SAS, Sto AG.

Die Projekte sind im Rahmen einer Fotoausstellung zu sehen, die am Institut für Gestaltung.Studio2, Technikerstr. 21/ 2.OG, noch bis 29.10. von 09:00 - 17:00 Uhr  zu sehen sind.

(red)

Links: