Wirtschaftswissenschaftlerin ausgezeichnet

Dr. Daniela Rützler, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Finanzwissenschaft der Uni Innsbruck, wurde im Oktober von der Gesellschaft für experimentelle Wirtschaftsforschung mit dem Heinz Sauermann-Preis zur experimentellen Wirtschaftsforschung ausgezeichnet.
Daniela Rützler wurde mit dem Heinz-Sauermann-Preis ausgezeichnet.
Bild: Daniela Rützler wurde mit dem Heinz-Sauermann-Preis ausgezeichnet.

Seit 1990 lobt die Gesellschaft für experimentelle Wirtschaftsforschung e.V. den "Heinz Sauermann-Preis zur experimentellen Wirtschaftsforschung" aus. Der Preis wird an Nachwuchswissenschaftler verliehen, die an einer deutschsprachigen Hochschule eine herausragende wissenschaftliche Arbeit auf dem Gebiet der experimentellen Wirtschaftsforschung abgeschlossen haben.

 

Daniela Rützler erhielt die Auszeichnung für Ihre Dissertation, in der sie unter Zuhilfenahme ökonomischer Experimente untersucht, wie sich ökonomisches Entscheidungsverhalten mit dem Lebensalter entwickelt. Dabei wird das Verhalten von ca. 1.000 Kindern und Jugendlichen im Alter von drei bis achtzehn Jahren hinsichtlich verschiedenster ökonomisch relevanter Themenstellungen, wie Risiko, Zeitpräferenzen, soziale Präferenzen und Wettbewerbseinstellungen, untersucht. „Die Ergebnisse zeigen, dass sich ökonomisches Entscheidungsverhalten in vielen Bereichen mit dem Alter verändert: So nimmt beispielsweise die Risikobereitschaft im Alter von acht bis zwölf Jahren ab, wohingegen Zeitpräferenzen im Alter von acht bis achtzehn Jahren eher stabil sind“, beschreibt Daniela Rützler ihre Ergebnisse. Auch soziale Präferenzen verändern sich ihrer Untersuchung nach mit dem Alter: Auf der einen Seite nimmt die Abneigung gegenüber Ungleichheit in Verteilungen mit steigendem Lebensalter ab, auf der anderen Seite gewinnt der soziale Wohlfahrtsgedanke an Bedeutung. Zu guter Letzt zeigt die Studie der Nachwuchswissenschaftlerin, dass unterschiedliche Wettbewerbsneigungen zwischen Männern und Frauen bereits in jungen Jahren beobachtet werden. „Bereits ab einem Alter von vier Jahren zeigt sich, dass Mädchen bei gleicher Leistung deutlich weniger häufig in einen Wettbewerb eintreten als Burschen. Diese Tatsache hilft zu erklären, warum Frauen am Arbeitsmarkt nach wie vor benachteiligt werden“,erklärt Rützler.

Zur Person

Daniela Rützler wurde 1983 in Innsbruck geboren und begann 2002 ihr Studium der Wirtschaftswissenschaften an der Universität Innsbruck. Im Juni 2010 hat sie ihre Dissertation "How economic decision making develops from childhood to early adult age - Experimental studies" am Institut für Finanzwissenschaft, wo sie auch seit 2007 als wissenschaftliche Mitarbeiterin beschäftigt ist, abgeschlossen.

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