Innsbrucker Deuteronomium-Tagung 2010

Das Buch Deuteronomium bildet eine theologische Mitte des Alten Testaments und gehört zu den zentralen Texten bibelwissenschaftlicher Forschung. 25 internationale Fachleute diskutieren Ende September neue Erkenntnisse zum 5. Buch Mose, das nicht nur aus theologischer, sondern auch aus literatur- und rechtsgeschichtlicher Sicht zu den Grundlagendokumenten der Kulturgeschichte zählt.
International renommierte Exegeten und Nachwuchs-Forscher nützen die  Innsbrucker Deuteronomium-Tagung zu einer anregenden Fachdiskussion
Bild: International renommierte Exegeten und Nachwuchs-Forscher nützen die Innsbrucker Deuteronomium-Tagung zu einer anregenden Fachdiskussion

 

Internationale Spitzenkräfte der Deuteronomiumsforschung

Die Innsbrucker Deuteronomium-Tagung vereinte internationale Spitzenforscher in ökumenischer Zusammenarbeit: Prof. Dr. Dr. h.c. Eckart Otto (München) gehört zu den renommiertesten Kennern der altorientalischen und biblischen Rechtsgeschichte und arbeitet an „Herders Theologischem Kommentar“ zum Deuteronomium. Prof. Dr. Jean-Pierre Sonnet von der Päpstlichen Universität Gregoriana (Rom) eröffnete Neuland in der erzähltheoretischen Erklärung des Buches. Prof. Dr. Karin Finsterbusch (Universität Koblenz-Landau) publiziert führend zur religiösen Didaktik, die im Buch Deuteronomium grundgelegt ist, und die bis heute die religiöse Praxis des Judentums prägt. Weitere namhafte Forscher aus sieben Nationen bereichern das Spektrum.

Deuteronomiumsforschung in Innsbruck

Die theologische Fakultät der Universität Innsbruck avancierte in den letzten Jahren in Kooperation mit der Evangelisch-Theologischen Fakultät in München zu einem Zentrum der gegenwärtigen Deuteronomiumsforschung. Prof. Dr. Georg Fischer SJ, PD Dr. Simone Paganini und Dr. Dominik Markl SJ, die Organisatoren der Tagung, tragen maßgeblich zur aktuellen Debatte bei: S. Paganini habilitierte sich über die Rezeption des Deuteronomiums in der Tempelrolle aus Qumran. D. Markl verfasste seine Habilitationsschrift zur politisch-religiösen Formierung des Gottesvolkes und damit zur Textpragmatik des Buches Deuteronomium. G. Fischer profilierte als Experte für das Jeremiabuch die innerbiblische Rezeption des fünften Buches Mose. Die Innsbrucker Dissertation von Dr. Ernst Ehrenreich OFMcap arbeitet bedeutende Aspekte zur Rechtshermeneutik des Deuteronomiums heraus.

Gedenken an P. Volkmar Premstaller SJ

Die Innsbrucker Deuteronomium-Tagung 2010 findet im Gedenken an P. Volkmar Premstaller SJ statt, der sich 2005 in Innsbruck mit einer Arbeit zum Ezechielbuch habilitiert hatte. P. Premstaller begann 2008 am Päpstlichen Bibelinstitut in Rom zu unterrichten. Am 13. September 2009 verstarb er an den Folgen einer schweren Erkrankung.

(ip)

 

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