Im Dienst von Forscherinnen und Forschern

Das projekt.service.büro der Universität Innsbruck wurde heute vor zehn Jahren gegründet. Es war damals eine der ersten Forschungsservice-Einrichtungen an einer österreichischen Universität. Wie hoch der Bedarf für diese Dienstleistungen ist, zeigt der starke Anstieg der Drittmitteleinnahmen in den letzten Jahren.
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Bild: Das projekt.service.büro arbeitet intensiv mit allen im Drittmittelbereich tätigen Verwaltungseinheiten zusammen und bietet Forscherinnen und Forschern ein umfassendes Service.

Vor über zehn Jahren gebaren Lorelies Ortner, Rüdiger Kaufmann, Günter Mühlberger und Kurt Habitzel die Idee, die professionelle Unterstützung von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern bei der Einwerbung von Forschungsgeldern an der Universität Innsbruck zu institutionalisieren. Sie konnten den damaligen Rektor Hans Moser und die beiden Vizerektoren Manfried Gantner und Peter Loidl von der Idee überzeugen, und am 1. Oktober 2000 wurde das projekt.service.büro gegründet. „Wir haben mit zwei Halbtagsstellen begonnen“, erzählt der Leiter des projekt.service.büros, Kurt Habitzel. „Am Anfang wollten wir den Forscherinnen und Forschern vor allem die Einwerbung und Abwicklung von Drittmitteln erleichtern. Inzwischen haben sich unsere Aufgaben deutlich erweitert.“ Die Einführung des Universitätsgesetzes 2002 verlangte eine Professionalisierung des Drittmittelbereichs und des Technologietransfers: So kamen die Drittmitteladministration und -dokumentation, das Berichtswesen (z.B. Wissensbilanz), die Verwertung von geistigem Eigentum, Vertragserstellungen und Vertragsverhandlungen, die Aufenthaltsbewilligungen für Forscherinnen und Forscher aus dem Ausland und die internen Fortbildungen im Rahmen der Personalentwicklung als Aufgaben hinzu. „Damit einher ging ein deutlicher Anstieg des Drittmittelaufkommens an der Universität“, sagt Habitzel, der auch die Unterstützung und Förderung des projekt.service.büros durch den seit sieben Jahren zuständigen Vizerektor für Forschung, Tilmann Märk, hervorhebt.

projekt.service.büro: One-Stop-Shop

Inzwischen nehmen zwölf Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (9,75 Vollzeitäquivalente) dieses stark gewachsene Aufgabenfeld wahr, wobei eine volle Stelle über Drittmittel finanziert wird. „Meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kommen aus der Forschung oder haben mehrjährige Berufserfahrung. Sie kennen deshalb die Schwierigkeiten, denen unsere Forscherinnen und Forscher im Drittmittelbereich gegenüberstehen“, erzählt Kurt Habitzel. „Darum haben wir auch ein One-Stop-Shop Konzept verwirklicht, das auf der intensiven Zusammenarbeit mit den anderen im Drittmittelbereich tätigen Verwaltungseinheiten, wie Budget & Controlling, Finanzabteilung, Personalabteilung und der Stabsstelle für Forschungsleistungsdokumentation, beruht. Außerdem gibt es einen wöchentlichen Jour Fixe mit Vizerektor Märk. Dies alles dient der Unterstützung unserer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler.“ Das projekt.service.büro pflegt zudem engen Kontakt zu den Förderstellen und tauscht sich intensiv mit den anderen österreichischen Universitäten aus.

Drittmitteleinnahmen stark gestiegen

Das Engagement der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität Innsbruck im Drittmittelbereich ist in den letzten Jahren stark gestiegen. So hat sich die Summe der eingeworbenen Drittmittel in den letzten fünf Jahren mehr als verdoppelt, von 13,3 Millionen Euro im Jahr 2004 auf 30,5 Millionen Euro im Vorjahr. Die Zahl der FWF-Anträge stieg von 110 (2005) auf 158 (2009), statt einem FWF-Schwerpunktprojekt vor fünf Jahren werden derzeit fünf von Angehörigen der Universität Innsbruck koordiniert. Die Universität ist außerdem an insgesamt sechs Kompetenzzentren bzw. -projekten im Rahmen des COMET-Programms beteiligt. Auch der Technologietransfer konnte an der Universität Innsbruck erfolgreich etabliert werden: Der Universität wurden von ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern seit 2004 insgesamt 126 Erfindungen gemeldet. Die Universität hält derzeit 26 nationale und internationale Patente, die Lizenzeinnahmen stiegen von null auf 160.000 Euro im Vorjahr.

(cf)

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