Jakutische Honorarprofessur für Kurt Ebert

Prof. Kurt Ebert, Leiter des Instituts für Römisches Recht und Rechtsgeschichte, wurde zum Honorarprofessor an der North-Eastern Federal University in Jakutsk ernannt. Er setzte sich in den letzten Jahren intensiv für die Etablierung eines Austauschprogramms zwischen der Universität Innsbruck und der jakutischen Staatsuniversität ein.
Guten Kontakt zur jakutischen Staatsuniversität pflegt Prof. Kurt Ebert. Dieses Foto entstand beim Eisfischen und zeigt Prof. Ebert (Mitte) mit dem Dekan der Juridischen Fakultät Pjotr Gogolev (rechts)
Bild: Guten Kontakt zur jakutischen Staatsuniversität pflegt Prof. Kurt Ebert. Dieses Foto entstand beim Eisfischen und zeigt Prof. Ebert (Mitte) mit dem Dekan der Juridischen Fakultät Pjotr Gogolev (rechts)

O.Univ.-Prof. Kurt Ebert legte vor fünf Jahren den Grundstein für ein internationales Abkommen zwischen der Universität Innsbruck und der North-Eastern Federal University, der staatlichen Universität der russländischen Teilrepublik Sacha (Jakutien). „Im Rahmen einer Kreuzfahrt auf der Lena habe ich vor sechs Jahren viele Angehörige der Staatsuniversität kennengelernt. Dabei entstand die Idee, eine Partnerschaft zwischen unseren Universitäten zu initiieren“, erzählt Prof. Ebert. Aus der Idee wurde dank der engagierten Unterstützung des Büros für Internationale Beziehungen der LFU bald ein Pilotprojekt, und bereits ein Jahr später verbrachten erstmals drei Studentinnen der Universität Innsbruck einen einsemestrigen Aufenthalt in Jakutsk. Mittlerweile beruht der Austausch auf Gegenseitigkeit, und auch die jakutische Universität entsendet jährlich Studierende nach Innsbruck.

Offizieller Rahmen

„Wir haben ein unterschriftsreifes internationales Kooperationsabkommen, das demnächst unterzeichnet wird und der Partnerschaft einen juristischen Rahmen gibt“, freut sich Prof. Ebert über die Früchte, die seine Initiative getragen hat. Seine Bemühungen um diesen Meilenstein waren unter anderem ausschlaggebend für die Ernennung zum Honorarprofessor an der North-Eastern Federal University. „Wir schätzen Ihre Unterstützung, Ihre Arbeit und Ihr Interesse zutiefst. Es ist von unschätzbarem Wert für uns“, so heißt es in einem offiziellen Schreiben aus Jakutsk.

Austausch ausweiten

Prof. Ebert, der an der Universität Graz auch Russisch studiert hat, lehrte 2007 als Gastprofessor an der Juridischen Fakultät und an der Fakultät für Fremdsprachen der North-Eastern Federal University. Er wurde soeben von diesen beiden Fakultäten neuerlich zu Vorlesungen über Internationales Recht und ausgewählte landeskundliche Forschungsschwerpunkte eingeladen. Enge Kontakte bestehen darüber hinaus zwischen dem Institut für Slawistik und der jakutischen Partneruniversität. Bisher haben in erster Linie Studierende der Slawistik und der Russistik die Möglichkeit zu einem Aufenthalt im nordöstlichen Teil des asiatischen Russlands genutzt. Prof. Ebert hofft jedoch, dass künftig auch Studierende anderer Fakultäten diese faszinierende Erfahrung machen wollen. „Fachlich interessant ist Jakutien namentlich für Naturwissenschaftler, insbesondere für Geologen. Es gibt dort aber auch interessante Möglichkeiten für Mediziner“, verdeutlicht er und hebt die persönliche Betreuung lobend hervor, die Studierende an der North-Eastern Federal University genießen.

(ef)

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