Fulminanter Auftakt der Kinder-Sommer-Uni

Seit Beginn der Sommerferien ist immer wieder Kinderlachen in den Gängen der Universität zu hören: Ein Zeichen dafür, dass die Kinder-Sommer-Uni begonnen hat.
Bis zum Ende der Sommerferien gibt es noch die Möglichkeit am bunten Programm der Kinder-Sommer-Uni teilzunehmen.
Bild: Bis zum Ende der Sommerferien gibt es noch die Möglichkeit am bunten Programm der Kinder-Sommer-Uni teilzunehmen.

 

„Wo ist denn der Senatssitzungssaal?“ war eine der ersten Fragen von Hannah, als sie die Uni betrat. Die 8-Jährige sieht sich noch etwas schüchtern im großen Hauptgebäude um. Marius (11) kommt ihr zu Hilfe. „Geh mit mir“, meint er geschäftig. „Ich kenn mich auf der Uni aus, ich war schon fünf Mal bei der Kinder-Sommer-Uni“. Gemeinsam finden sie den Senatssitzungssaal, in dem am ersten Ferienmittwoch Vizerektorin Margret Friedrich die 8. Kinder-Sommer-Uni eröffnete, die jedes Jahr gemeinsam mit dem Ferienzug der Stadt Innsbruck veranstaltet wird.

Der erste Rektor – ein „Schweindl?“

Sie erzählte den interessierten Kindern von der Gründung der Universität und zeigte alte Bilder der Gründungsurkunde „auf die ja nicht sonderlich gut aufgepasst wurde“, und vom ersten, streng blickenden Rektor mit Perücke. Der schlaue Junge Uni Fuchs wieselte immer wieder zwischen den Power Point Folien herum. „Stimmt das, dass sich die Leute damals nicht gewaschen haben?“, ist eine der Fragen der Kinder. „Ja, sie hielten Wasser für unhygienisch und verwendeten Parfum, um den üblen Körpergeruch zu überdecken. „Igitt, so ein Schweindl“, entfährt es Marius, die Kinder und die Vizerektorin lachen.

Hürdenlauf für Fisch, Krebs und Floh & Co

Am nächsten Tag trafen sich die Kinder auf der Technik und lernten am Institut für Ökologie spielerisch die Tierwelt der heimischen Flüsse kennen und machten physikalische Experimente. Im Interkulturellen Garten in Wilten wurden riesige Zucchini geerntet und verspeist. Die Vielfalt der Kulturen, sowohl der Menschen als auch der Pflanzen, begeisterte die jungen BesucherInnen.

Dass sich Mädchen und Technik sehr gut verstehen, zeigten die Jungforscherinnen im FIT-Workshop „Abenteuer, Spiel und Technik“, wo sie beispielsweise einen Computer zerlegten und wieder zusammenbauten, so dass er wieder funktionierte. In Sistrans lernten die Baumdetektive in einem Programm des Instituts für Geographie, wie man Holzproben nimmt. Bei den Geologen wurden Gesteine und Fossilien zerlegt, und im Institut für Meteorologie erlebten die Kinder angewandte Meteorologie: Das mitteleuropäische Hoch mit Temperaturen über 35°C war am eigenen Leib zu spüren.

Auf der Sowi setzten sich die jungen ForscherInnen einen ganzen Tag mit dem Thema Vorurteile auseinander. Als Ausgleich für harte Denkarbeit konnten sie sich dann am Dienstag am USI bei Aerobic und Turmspringen austoben.

Minimondo besucht Uni

Besuch bekam die Uni auch von Kindern der Kinderstadt Minimondo, die vom Zukunftszentrum organisiert wurde. In der Hauptschule Hötting gestalteten die Kinder innerhalb eines partizipativen Rahmens das Leben ihrer Stadt Minimondo eine Woche lang selbst, und entschlossen sich auch, etwas für ihre Ausbildung zu tun: Ein FIT-Workshop, das Institut für Pharmazie und der Botanische Garten wurden ausgewählt und dort über Computer, Kaffee und Schmetterlinge gesprochen.

Die Kinder-Sommer-Uni bietet bis Ende der Sommerferien noch zahlreiche interessante Programme und Workshops an. Wer schnell ist und die Nummer 0664/8125042 anruft, kann noch bei den Jungforschertagen in Obergurgl mitmachen, sich im Englisch Sprechen üben oder die Welt im Obstsalat entdecken.

(ip)

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