Ölkatastrophe vor New Orleans

Am Dienstagabend diskutierten Experten der University of New Orleans vor 150 Interessierten im Hörsaal A der Rechtswissenschaftlichen Fakultät über die Ölkatastrophe im Golf von Mexiko.
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Bild: Günter Bischof, Peter Yaukey, Mostafa Sarwar, Irene Ziegler und Roy Baas

Seit 20. April 2010 strömen Millionen Liter Rohöl aus dem Macondo-Ölfeld unter dem Meeresgrund im Golf von Mexiko und verursachen die schwerste Umweltkatastrophe dieser Art in der Geschichte der USA. Über den vom Öl bedrohten Lebensraum, die Natur im Küstenbereich von Louisiana und den Artenreichtum der Vögel in diesem Gebiet sprach Peter Yaukey, Geografie-Professor an der University of New Orleans. Über die Tiefseebohrungen im Macondo-Ölfeld und fehlende Sicherheitsvorkehrungen von BP berichtete Mostafa Sarwar, Professor für Geologie an der UNO. Er kritisierte auch die fehlende Regierungsaufsicht bei diesen Tiefseebohrungen. Roy Baas, Ökonomie-Professor an der UNO betonte die unabschätzbaren wirtschaftlichen Folgen der Ölkatastrophe und Folgekosten, die von 50 Milliarden bis 500 Milliarden geschätzt werden. Moderiert wurde die Diskussion vom Direktor der UNO Sommerschule in Innsbruck, Günter Bischof, der sich über den Erfolg der Veranstaltung freute: „Diese öffentliche Veranstaltung der UNO Sommerschule fügt sich in eine 35-jährigen Tradition von Vorträgen und Diskussionen ein, die an der Universität Innsbruck die intellektuellen Diskurse im sprichwörtlichen 'Sommerloch' belebt haben.“

(ip)