Alpine Forschung wird gefördert

Die Alpine Forschungsstelle Obergurgl schrieb für 2010 gemeinsam mit dem Vizerektorat für Forschung eine Förderung zur Start- und Anbahnungsfinanzierung von interdisziplinären Forschungsprojekten aus. Am 7. Juli erhielten die Antragstellerinnen und Antragsteller der ausgewählten Projekte die Förderzusagen überreicht.
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Bild: Vizerektor Tilmann Märk, Jean Nicolas Haas vom Institut für Botanik, Birgit Sattler vom Institut für Ökologie sowie Brigitta Erschbamer und Eva-Maria Koch von der Alpinen Forschungsstelle Obergurgl.

Ziel des neu initiierten Forschungsförderungsprogramms ist die Ausweitung, Intensivierung und Schwerpunktsetzung der wissenschaftlichen Forschung an der Alpinen Forschungsstelle Obergurgl. „Wir wollen interfakultäre Projekte fördern, die an der Alpinen Forschungsstelle Obergurgl durchgeführt werden oder einen starken Bezug zu Obergurgl oder dem Inneren Ötztal aufweisen. Die Fördersumme wird auf zwei bis drei Projekte aufgeteilt, die als Pilotstudien für die Einwerbung von Drittmitteln und die Entwicklung neuer Forschungsansätze und -kooperationen konzipiert sind“, erklärt die wissenschaftliche Leiterin der Alpinen Forschungsstelle Obergurgl, Prof. Brigitta Erschbamer. Prof. Tilmann Märk, Vizerektor für Forschung der Uni Innsbruck, ergänzt: „Nach zahlreichen neuen Schritten, um die Aktivitäten der Alpinen Forschungsstelle Obergurgl auszubauen – wie zum Beispiel auch der Bestellung einer neuen wissenschaftlichen Leiterin – wollen wir mit der Förderung interdisziplinärer Forschung in und um Obergurgl eine weitere Initiative setzen. Es freut mich sehr, dass wir mit den nunmehr ausgewählten Projekten zwei ausgezeichnete Forschungsvorhaben fördern können.“

 

„Die beiden Projekte, die im Rahmen eines internationalen Verfahrens geprüft und ausgewählt wurden, decken den ganzen Höhengradienten ab und beschäftigen sich mit hochaktuellen Themen wie Klimawandel und Landnutzung“, freut sich auch Prof. Erschbamer über die Wahl der geförderten Projekte.

Die ausgezeichneten Projekte:
  • Dr. Birgit Sattler vom Institut für Ökologie beschäftigt sich in ihrem Projekt GLAC.L.I.F.E. mit dem mikrobakteriellen Ökosystem des Rotmoosferners, das sie mittels einer laserbasierten Messmethode untersucht. Dabei kooperiert Sattler mit den Instituten für Experimentalphysik und Meteorologie und Geophysik der Universität Innsbruck sowie dem Institut für Quantenoptik und Quanteninformation (IQOQI) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften.
  • Ao. Univ.-Prof. Dr. Jean Nicolas Haas vom Institut für Botanik untersucht in seinem Projekt „Alpine Land Use at Obergurgl“ gemeinsam mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der Institute für Germanistik, Ökologie und Botanik sowie einem Archäologen die Landraumnutzung und Besiedelung der Gegend Putzach in Obergurgl.

(sr)

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