Buchpräsentation mit Turi Werkner im Ferdinandeum

nnsbruck university press präsentierte am 22. Juni in der Bibliothek des Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum Turi Werkners Hauptbuch Nr. 6.
Dr. Patrick Werkner, Dr. Birgit Holzner, Turi Werkner, VR Tilmann Märk (Foto: Roman Gabl)
Bild: Dr. Patrick Werkner, Dr. Birgit Holzner, Turi Werkner, VR Tilmann Märk (Foto: Roman Gabl)

Das Buch beinhaltet eines von hundert Büchern des 1948 in Innsbruck geborenen, international renommierten Künstlers, das Anfang 2010 im Rahmen einer großzügigen Schenkung an das Brenner-Archiv der Universität Innsbruck gelangt ist. Nach einer Begrüßung durch Vizerektor Tilmann Märk 
ging der Kunsthistoriker Patrick Werkner näher auf die Bücher seines Bruders ein, der seit Jahrzehnten mit den unterschiedlichsten Techniken etwa Registerbücher oder Buchführungsbücher bearbeitet und in ihnen visuelle Geschichten entstehen lässt.

 

Für seine collageartigen Arbeiten verwendet er Zeitschriften, Polaroidfotos, Farbreste und verschiedene Papiersorten. Er schreibt, zeichnet und malt mit Acryl, Bleistift, Aquarell oder Tusche. Diese so entstehenden Text-/Bildseiten leben von Wortschöpfungen und Sprachspielen, die absurd sind, ironisieren und nachdenklich stimmen. Die „theoretische" Grundlage dafür findet sich in Werkners 2008 ebenfalls bei innsbruck university press erschienenen „Idiomatik", in der er Redewendungen – noch nie in einem Lexikon registrierte Reihen „geschützter Titel“ sowie humorvolle, aber zugleich unmissverständlich gesellschaftskritische Wortspiele – zusammengestellt hat. So schreibt auch Ivona Jelcic in der Tiroler Tageszeitung: „In durchaus bürokratischer Manier verwaltet Werkner Angesammeltes und Aufgestautes, Lesefrüchte und auch Destillate aus dem Atelier in diesen seit 1968 entstandenen Büchern, deren stilistisch vielgestaltige Blätter zeigen, dass Werkner nicht nur Zeichner und Maler, sondern auch ein hintergründiger Sprachspieler ist." Eines von Werkners Hauptbüchern ist im Rahmen der Ausstellung "Zeitmesser – 100 Jahre Brenner"

noch bis 19. September 2010 im Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum zu sehen.

(ip)

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