Internationales Symposium über Naturwirkstoffe

Anfang April fand in Innsbruck ein internationales Symposium zum Thema „Drugs from Nature Targeting Inflammation“ statt. Rund 65 WissenschaftlerInnen aus Österreich, Europa und Übersee folgten der Einladung des Nationalen Forschungsnetzwerkes „Drugs from Nature Targeting Inflammation“.
Die Arbeitsgruppe des NFN lud zu einem Symposium nach Innsbruck.
Bild: Die Arbeitsgruppe des NFN lud zu einem Symposium nach Innsbruck.

Erstklassige WissenschafterInnen aus namhaften Forschungseinrichtungen aus Deutschland, Frankreich, Spanien und der Schweiz hielten Plenarvorträge, die von zahlreichen Kurzvorträgen und Posterbeiträgen bereichert wurden. Die Beiträge zum Symposium kamen aus verschiedenen Disziplinen – von der Computer-unterstützten Wirkstoffsuche, über Basisforschung im Entzündungsgeschehen bis hin zu Arbeiten über entzündungshemmende pflanzliche Inhaltsstoffe oder Pflanzenextrakte. Die wissenschaftliche Diskussion war während des ganzen Kongresses sehr angeregt.

 

Vor allem am Begrüßungsabend und beim Konferenzdinner wurden alte Bekanntschaften gepflegt und viele neue geschlossen, aus denen sicherlich eine sehr gute fachliche Zusammenarbeit im Sinne dieses Projektes entstehen wird. Unterstützt wurde das Symposium von der GA (Gesellschaft für Arzneipflanzen- und Naturstoffforschung e.V.), den Firmen Shimadzu Österreich, Bruker Austria, Gebro Pharma Fieberbrunn, Apomedica Graz, Bionorica research GmbH, Montavit GmbH Absam sowie der Universität Innsbruck.

Nationales Forschungsnetzwerk

Mit 1. April 2008 hat das nationale Forschungsnetzwerk (NFN) “DNTI – Drugs from Nature Targeting Inflammation”, das vom Fonds zur Förderung wissenschaftlicher Forschung (FWF) und von der Tiroler Zukunftsstiftung gefördert wird, seine Arbeit aufgenommen. Dieses Konsortium besteht aus Vertretern der Universität Wien, der Medizinischen Universität Wien, der Veterinärmedizinischen Universität Wien, der Universität Graz und der Universität Innsbruck. Univ.-Prof. Dr. Herman Stuppner, Vorstand des Institutes für Pharmazie der Universität Innsbruck, ist der Koordinator dieses österreichweiten Projektes. Aus diesen fünf Universitäten haben sich Gruppen aus den Gebieten der Phytochemie, Naturstoffanalytik, Ethnopharmakologie, dem Molekularmodelling, der angewandten Botanik, der Pharmakologie, der vaskulären Biologie und Biotechnologie zusammengeschlossen.

 

Eine ergebnisorientierte und zukunftsträchtige Forschung ist durch die Vernetzung der in Österreich relevanten WissenschafterInnen zur Thematik “Drugs from Nature Targeting Inflammation” gegeben. Mit diesem Projekt ist ein Forschungsnetzwerk zu bioaktiven Arzneistoffen aufgebaut worden, das zudem für NachwuchswissenschafterInnen im Bereich Life Sciences eine kompetente Ausbildung ermöglicht.

 

Ziel dieses nationalen Netzwerkes ist die Identifizierung und Charakterisierung von bioaktiven Naturstoffen für die Behandlung oder Prävention entzündlicher Erkrankungen. Zur Erreichung dieses Zieles wird ein einzigartiges Konzept mit folgenden Aspekten verfolgt: Ausgangspunkt für die Wirkstoffsuche sind Naturstoffe; es kommen von Computertechniken, wie Pharmakophor-Modelling und virtuellem Screening von Naturstoff-Datenbanken zum Einsatz und eine Auswertung tradierten Wissens über Heilpflanzen.

(ip)

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