Innsbrucker Studierende nahmen an WISSTRANS 2010 teil

Zwischen 10. und 25. April 2010 nahmen sechs Studierende und zwei Dozentinnen des Instituts für Translationswissenschaft (INTRAWI) am Erasmus Intensivprogramm WISSTRANS unter der Leitung von Prof. Sigmund Kvam vom Østfold University College in Halden (Norwegen) teil.
Die WISSTRANS - TeilnehmerInnen  vor der Agios Georgios Kirche (Alte Festung) in Korfu.
Bild: Die WISSTRANS - TeilnehmerInnen vor der Agios Georgios Kirche (Alte Festung) in Korfu.

 

Das Projekt WISSTRANS, das für Wissensmanagement und Übersetzungsstrategien in fachsprachlichen Übersetzungen vom Deutschen in kleinere europäische Sprachen steht, bot den Studierenden des INTRAWI die einmalige Gelegenheit, im Gastland Griechenland an der Ionian University auf Korfu mit 25 KollegInnen aus Griechenland, Norwegen, Dänemark und Lettland in kultur- und sprachübergreifenden Teams zusammenzuarbeiten. Aus dem Innsbrucker INTRAWI nahmen die Studierenden Aude Garnier, Rosmarie Geißler, Kerstin Hartenberger, Manuela König, Hedwig Mravlag, Verena Pertel und die Dozentinnen Muryel Derlon und Cornelia Feyrer teil.

 

Eines der Hauptanliegen von WISSTRANS ist es, zwei wichtige europäische Dimensionen hervorzuheben, nämlich einerseits die Thematisierung kleinerer Sprachen als eigenständige Zielsprachen im Übersetzungskontext und andererseits die wichtige Stellung des Deutschen als Ausgangssprache für den Fachsprachenkontakt in Europa. Inhaltlich wurde mit verschiedenen Übersetzungssituationen auf Basis ein- und desselben Ausgangstextes zum Thema ‚Jugenddiabetes‘ im Sinne einer funktions- und adressatengerechten Textproduktion gearbeitet. Der Unterricht wurde von den DozentInnen der verschiedenen teilnehmenden Hochschulen (Ionian University Korfu / Griechenland, Arhus Business School / Dänemark, Ventspils University College / Lettland, University College Halden / Norwegen, Leopold-Franzens-Universität Innsbruck / Österreich) als Strategieworkshop gestaltet und mit flankierendem Unterricht im Sachfach Medizin sowie zu text- und übersetzungswissenschaftlichen Themen ergänzt. „Das grosse Potential von WISSTRANS besteht v.a. darin, dass durch die Begegnung von Studierenden und DozentInnen aus dem deutschen und vier kleineren europäischen Sprachräumen translationsrelevante Aspekte der kulturellen Vielfalt unter Berücksichtigung von Sprach- und Kulturkontrast- bzw. Kulturkontaktphänomenen in einer außergewöhnlichen Breite aufgegriffen und anhand realistischer Arbeitssituationen konkret umgesetzt werden können“, sind sich die Dozentinnen Muryel Derlon und Cornelia Feyrer einig.

 

Der rege Kulturaustausch beschränkte sich aber nicht nur auf das Arbeitsprogramm, sondern fand dank des Einsatzes und Organisationstalentes der Projektleiterin vor Ort, Prof. Anastasia Parianou von der Ionian University Korfu, seine kongeniale Ergänzung in einem reichhaltigen kulturellen und sozialen Begleitprogramm. Das Rahmenprogramm reichte vom Begrüßungsabend über einen geführten Ganztagesauflug, einen Besuch einer Kunsttöpferei, Konzertveranstaltungen und Vorträgen der Universität Korfu sowie einer extra für die WISSTRANS-TeilnehmerInnen von Prof. Parianou möglich gemachten und von der dortigen Kuratorin geleiteten Führung in die ‚Katakomben‘ der Alten Festung von Kerkyra bis hin zum gelungenen Abschlussabend.

 

(ip)

 

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