Innsbrucker Delegation nahm an Mathematik-Wettbewerb teil

Zum zweiten Mal stellte sich eine Innsbrucker Delegation der Herausforderung eines internationalen Mathematik-Wettbewerbes in der tschechische Universitätsstadt Ostrava. Höchst anspruchsvolle Probleme erwarteten die Mathematik Studenten Ende März bei der 20. Ausgabe des Vojtech Jarnik International Mathematical Competition.
5 Innsbrucker Studenten nahmen an der Vojtech Jarnik International Mathematical Competition teil.
Bild: Eine international besetzte Jury wählte die Wettbewerbsfragen aus.

Zusammen mit rund 150 Studierenden aus zahlreichen Nationen stellten sich die Mathematik-Studenten Lukas Einkemmer, Martin Schwarz, Peter Stadler, Walter Unterwelz und Alexander Wietek dem Mathematik-Wettbewerb 20th Annual Vojtěch Jarník International Mathematical Competition. In zwei Kategorien waren jeweils vier Probleme aus breit gestreuten mathematischen Gebieten innerhalb von vier Stunden – ohne jegliche Unterlagen oder Hilfsmittel – zu lösen. Der Reiz – aber auch die Schwierigkeit – der Probleme liegt darin, dass sie umfassende mathematische Kenntnisse erfordern und zur Lösung besondere Intuition und Fertigkeit notwendig sind.

 

Begleitet wurden die fünf Studenten von Gerhard Kirchner und Mechthild Thalhammer vom Institut für Mathematik, die als Mitglieder der Jury fungierten und damit für die Auswahl und Korrektur der Probleme mitverantwortlich waren. Eine besondere Auszeichnung wurde Gerhard Kirchner zuteil – ein von ihm eingereichtes Problem wurde als zweites Beispiel in Kategorie II erkoren. Die Aufgabe hatte außerdem einen besonderen Bezug zur Heimuniversität – zur Herleitung von Nutzen war der Satz von Stolz-Cesàro, benannt nach dem Innsbrucker Mathematiker Otto Stolz (1842 – 1905).

 

Der Exkursion in die Tschechische Republik war das Seminar Problemlösen im Wintersemester 2009/10 vorangegangen. Darin wurden beispielsweise Probleme vergangener Bewerbe sowie hilfreiche Techniken besprochen. Für die Innsbrucker Delegation zählte in Ostrava vor allem der olympische Gedanke – dabei sein ist alles. Wie zu erwarten, blieben die führenden Plätze Universitäten in Polen, Russland und Ungarn vorbehalten, die traditionell bei solchen Veranstaltungen stark vertreten sind.

 

Was alle Teilnehmer an Mathematik-Wettbewerben verbindet, ist die Freunde am Lösen kniffliger mathematischer Probleme und die Begeisterung für die Mathematik an sich. „Diese Begeisterung war auch noch nach vier Tagen mit wenig Schlaf bei der 9 stündigen Rückreise Ostrava – Wien – Innsbruck zu spüren, als man mit Feuereifer die Wettbewerbsaufgaben besprach, spielte und sogar Mathematische Skripten studierte. Eines ist sicher – Fortsetzungen sind geplant“, ist Mechthild Thalhammer überzeugt.

(ip)

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Institut für Mathematik

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