Osterfest im Botanischen Garten

Selbst kühle Temperaturen und Regen konnten die zahlreichen BesucherInnen nicht abhalten, am Ostermontag im Botanischen Garten der Universität Innsbruck, den Frühlingsbeginn zu feiern. Seit sieben Jahren wird diese Tradition bereits gepflegt und ist bei einigen Gästen bereits fixer Bestandteil des österlichen Familienprogramms.
Beim traditionellen Osterfest im Botanischen Garten wurde ein buntes Programm geboten
Bild: Beim traditionellen Osterfest im Botanischen Garten wurde ein buntes Programm geboten

Das Wetter meinte es heuer nicht so gut und verleitete wohl so manchen, den Ostermontag in der warmen Stube zu verbringen. Unbeirrt und wetterfest ausgerüstet, machten sich doch einige auf den Weg, um im Botanischen Garten der Universität Frühlingsgefühle aufkommen zu lassen, blühen doch hier am Südhang von Innsbruck Magnolien, Ginster und Jasmin mit Narzissen, Blausternen und Leberblümchen um die Wette.

 

Weil der Regen sich bist zum frühen Nachmittag nicht verscheuchen lies, wurden heuer die beliebten Stationen in die Glashäuser und in das Institut für Botanik verlegt, wo man bei gemütlichen Temperaturen so manch Interessantes über Pflanzen, Tiere und Kulturtechniken erfahren konnte. Großes Erstaunen erzeugte, nicht nur bei den jungen Gästen, das Blauholz mit dem man Stoffe aber auch Ostereier azurblau einfärben kann. Kombiniert mit dem Gelb der Curcuma Pflanze – auch Gelbwurz genannt, die für die typische Farbe der Currygewürzmischung verantwortlich zeichnet, ließen sich kreative „Kunstwerke“ auf den Stoff bannen. Im Tropenglashaus durften Informationen zu einem „botanischen Highlight“, den fleischfressenden Pflanzen, natürlich nicht fehlen und die jüngsten unter den BesucherInnen erforschten auf einem schmalen Dschungelpfad, welche Farben Tiere zum „Tarnen und Warnen“ einsetzen. Frühblüher und Wildgemüse wurden vorgestellt, Insektennistkästen gebaut und über tropische Schmetterlinge referiert, werden doch letztere heuer wieder im Rahmen der Ausstellung „Vom Vielfraß zum Leichtgewicht“ ab Juni ein Glashaus im Botanischen Gartens bevölkern. „Ein Ticket ohne Rückkehr“ lösten so manche Früchte und Samen, an jener Station, wo es um die Verbreitung pflanzlicher Nachkommen ging und im Hörsaal B waren die „Gesänge“ von Fröschen und Kröten an einer Station, die vom Verein Natopia betrieben wurde, nicht zu überhören.

 

Wer nach all der Kurzweil etwas Ruhe und Entspannung suchte, erholte sich bei „Kaffe und hausgemachten Kuchen und Torten“ oder beobachte seinen Nachwuchs mein „Kresse-Köpfe“ basteln. Das Team des Botanischen Gartens und die vielen BesucherInnen haben heuer wieder bewiesen, dass schlechtes Wetter kein Grund zum Trübsalblasen ist und man eine „langjährige“ Tradition nicht wegen ein paar Regentropfen brechen muss.

(ip)

Link: Botanischer Garten der Univeristät Innsbruck