Innsbrucker Fremdsprachendidaktik setzt Akzente

Anfang März fand für die Lehrenden des „Innsbrucker Modells der Fremdsprachendidaktik“ (IMoF) am Arbeitsbereich für Didaktik der Sprachen (AbDIs) eine interne Fortbildung zum Europäischen Portfolio für Studierende in Ausbildung statt.
Die Lehrenden des „Innsbrucker Modells der Fremdsprachendidaktik“ erfuhren im Rahmen einer Fortbildung alles über das Europäische Portfolio für Studierende in Ausbildung (EPOSA).
Bild: Die Lehrenden des „Innsbrucker Modells der Fremdsprachendidaktik“ erfuhren im Rahmen einer Fortbildung alles über das Europäische Portfolio für Studierende in Ausbildung (EPOSA).

Der Lehrgangsleiter David Newby, Professor für Englische Sprachwissenschaft und Fachdidaktik an der Universität Graz, betonte zu Beginn der Fortbildung, dass das „Innsbrucker Modell“ einen Meilenstein in der österreichischen Fremdsprachendidaktik darstelle und sich viele Augen bewundernd nach Tirol richten würden.

 

Im Rahmen der Fortbildung stellte er das Europäische Portfolio für Studierende in Ausbildung (EPOSA) vor, das er gemeinsam mit KollegInnen aus europäischen Ländern für die Arbeit mit LehramtsstudentInnen verfasst hat. Nach einer allgemeinen Präsentation wurde den MitarbeiterInnen von IMoF die Arbeit mit dem Portfolio erklärt, der Einsatz in der LehrerInnenausbildung wurde praktisch demonstriert und an konkreten Fallbeispielen geübt. Gemeinsam wurde ein möglicher Einsatz in der Innsbrucker Fremdsprachendidaktikausbildung entworfen.

 

EPOSA

Das Europäische Portfolio für Studierende in Ausbildung basiert auf dem Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen für Sprachen (GERS) und enthält wie dieser Deskriptoren aus sieben Bereichen, die für zukünftige LehrerInnen von Bedeutung sind: Kontext (wie Lehrplan, Lernziele etc.), Unterrichtsplanung, Durchführen einer Unterrichtsstunde, Methodik, Ressourcen, Selbstständiges Lernen und Beurteilung des Lernens. „EPOSA ist somit ein wichtiges Hilfsmittel zur Selbstreflexion, die bereits in der Ausbildung mit positiven Kann-Bestimmungen gefördert und unterstützt werden soll“, erklärt Prof. Wolfgang Stadler, Mitglied des Kernteams des Innsbrucker Modells für Fremsprachendidaktik. „Mit dieser Fortbildung für die Lehrenden von IMoF ist somit ein weiterer Schritt in Richtung „Qualitätssicherung in forschungsgeleiteter Lehre“ am AbDis gesetzt worden“, so Stadler weiter. Die drei Module in der fremdsprachen- und fachdidaktischen Ausbildung im Ausmaß von 10 Semesterstunden können sich nun in ihren Lehrveranstaltungen an einem gemeinsamen Konzept orientieren. Für die Studierenden bedeutet dies, dass für sie ein Leitfaden vorliegt, den sie auch im späteren Berufsleben nützen können: anhand von gemeinsamen und vergleichbaren Deskriptoren wird die Ausbildung von FremdsprachenlehrerInnen an europäische Standards herangeführt.

 

Zu einem späteren Zeitpunkt soll mit einem Follow-up Seminar die Implementierung von EPOSA analysiert und evaluiert werden.Finanziell unterstützt wurde die Fortbildung von der Stabsstelle Personalentwicklung des Vizerektorats für Personal.

 

 (ip)

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