Rektorsportrait übergeben

Der Künstler Rudi Wach übergab am Donnerstag das Portrait des ehemaligen Rektors Prof. Manfried Gantner im Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum an Rektor Karlheinz Töchterle. Erstmals handelt es sich bei dem Portrait nicht um ein Ölgemälde, sondern um eine Zeichnung.
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Bild: Künstler Rudolf Wach, Rektor Karlheinz Töchterle und Altrektor Manfried Gantner. (Foto: Peter Pock)

Die feierliche Übergabe des neuen Rektorsportraits von Künstler Rudi Wach fand im Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum statt. „Ich wollte mit meiner Arbeit die beiden Gantner, also den sichtbaren und den unsichtbaren porträtieren“, beschrieb Wach sein Werk. „Ich male hin und wieder Portraits, weil ich Kunst für Menschen mache. Das mache ich aber nur bei Menschen, die ich gut kenne und daher habe ich mich über die Anfrage meines Freundes Manfried sehr gefreut. Es war dann aber doch viel schwieriger als gedacht und ich danke ihm für seine Geduld.“

 

Traditionell wird seit Mitte der 1920er-Jahre jeder Rektor der Universität Innsbruck auf diese Weise verewigt. Die Rektorenportraits zieren einige Räume im Hauptgebäude der Universität. In der Regel wurden die Rektoren bisher im ebenfalls in den 20er-Jahren neu eingeführten schwarzen Talar gemalt. „Es ist ein Portrait, das mit Absicht ohne akademische Kleidung entstanden ist“, sagte Altrektor Gantner bei der Übergabe. „Ich wollte, dass die Universität mit diesem Bild einen Wach in ihrer Galerie hat und somit die Arbeit eines großen Tiroler Künstlers. Wir haben auch den Ort für die Präsentation, das Ferdinandeum, gezielt ausgewählt, weil hier derzeit das aktuelle Werk von Wach gezeigt wird. Insgesamt sind sieben Versionen entstanden und ich habe nun zwei Jahre lang darüber nachgedacht, mit einigen Freunden gesprochen und letztlich gemeinsam mit dem Künstler eines davon ausgesucht“, erzählte Manfried Gantner.

 

„In der Vergangenheit sind, beginnend mit Rektor Muck, immer wieder Rektorsbilder entstanden, die mit den gängigen Mustern gebrochen haben. Das ist auch hier der Fall“, beschrieb Rektor Töchterle seine ersten Eindrücke von dem Portrait. „Das Bild stellt einen außerordentlichen Bruch dar, es ist aber ein würdiger Bruch und ein großer Gewinn für die Galerie der Rektoren der Universität Innsbruck.“ Wachs Bild schließt an eine lange Reihe von Kunstwerken bekannter Maler an, so portraitierte Max Weiler 1952 den damaligen Rektor Eduard Reut-Nicolussi, Wilfried Kirschl malte 1962 den Theologen Engelbert Gutwenger. Weitere Portraits von Anton Christian, Luis Stecher, Elmar Peintner und Reiner Schiestl folgten.

(ip)