Energieland Tirol im Rampenlicht der Olympischen Winterspiele 2010

Unternehmen und Forschungseinrichtungen aus dem Cluster Erneuerbare Energien Tirol der Tiroler Zukunftsstiftung haben am Dienstag über 100 kanadische Unternehmer, Forscher und Multiplikatoren im Österreich-Haus in Whistler willkommen geheißen. Sie stellten ihre gefragten Innovationen bei Erneuerbaren Energie- und Energieeffizienztechnologien vor.
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Bild: v.l.: Harald Gohm, Rektor Karlheinz Töchterle, Senatorin Nancy Greene und LHStv. Hannes Gschwentner (Foto: Tirol Werbung)

Tirol, das im Vergleich zu Kanada verschwindend klein ist, was Fläche und Einwohnerzahl betrifft, ist bei Energie- und Energieeffizienztechnologien ganz groß. Allein der Cluster Erneuerbare Energien Tirol bündelt mehr als 60 innovationsstarke Unternehmen und Forschungseinrichtungen im Fachbereich Energie- und Umwelttechnik. Tirol beheimatet Weltklasse-Unternehmen wie GE Jenbacher mit seinen leistungsstarken Biogasmotoren, Leitwind, deren getriebelose Windkraftanlage das Skigebiet Grouse Mountain in West-Vancouver zu und nach den Olympischen Spielen mit sauberer Energie versorgt, Optiwin, das bei der Entwicklung von Passivhausfenstern führend ist oder Baumstark, ein Konsortium von neun Tiroler Meisterbetrieben im Bereich Interior Design aus Holz. Auf diese und andere Vorzeigeunternehmen richteten sich die Scheinwerfer im Österreich-Haus. Das Österreich-Haus als einzigartiger 'Austragungsort' der Tiroler Leistungsschau ist ein Passivhaus, das von der Austrian Passive House Group errichtet worden ist.

 

„Die Olympischen Winterspiele 2010 setzen auf Nachhaltigkeit und haben es sich zum Ziel gesetzt, möglichst viele umweltfreundliche Technologien einzusetzen. Wir nützen diesen Geist, um kanadischen Unternehmen zu zeigen, wie auch sie mit Tiroler Partnern den Einsatz von erneuerbaren Energiequellen und Energieeffizienz forcieren können“, sagt Dr. Harald Gohm, der Geschäftsführer der Tiroler Zukunftsstiftung. „Für die Tiroler Unternehmen im Cluster Erneuerbare Energien Tirol geht es darum, die Grundlage für künftige Geschäfte im rasch und stark wachsenden, kanadischen Markt zu schaffen.“

 

Kompetenz-Schwerpunkte im Cluster Erneuerbare Energien Tirol sind erneuerbare Energieproduktion (Solar-, Biogas- und Wärmepumpen-Technologien) und energieeffizientes Bauen. Bei Solarstrom und Solarwärme haben Innovationen wie jene der Firmen Solon Hilber Technologie aus Steinach (Solarparks im flachen und hügeligen Gelände) oder TISUN aus Söll (solarthermische Kollektoren und Speichertechnologien) Weltruf. Während in Innsbruck mit dem Lodenareal der Neuen Heimat Tirol noch im letzten Herbst die größte Passivhaus-Wohnanlage in Europa an ihre Bewohner übergeben worden ist.

 

Die Stärke beim energieeffizienten Bau kommt in Tirol nicht von ungefähr. Schließlich stellt die Universität Innsbruck mit drei spezialisierten Professuren außergewöhnliches Know-how zur Verfügung. Vermarktet wurde diese Kompetenz vor dem ausgewählten, kanadischen Publikum in Whistler von Rektor Karlheinz Töchterle: „Das Dreigestirn der Professoren Wolfgang Feist, Michael Flach und Wolfgang Streicher ist ein internationales Alleinstellungsmerkmal der Universität Innsbruck, auf das noch stärker aufmerksam zu machen ist. Dabei bietet sich der kanadische Markt wegen seines Potenzials, seines bereits starken Interesses und dem umtriebigen Kanada-Zentrum der Universität Innsbruck an. Je mehr wir den Schwerpunkt mit Wirtschafts- und Wissenschaftspartnern weltweit vernetzen, desto besser können wir Tirol zur internationalen Drehscheibe im Fachbereich ausbauen. Das nützt uns und den Tiroler Unternehmen.“

(ip)

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